Kunden sollen nun auch auf Freiluftmärkten Masken tragen.

© APA/HERBERT P. OCZERET

Chronik Wien
04/10/2020

Corona: Stadt empfiehlt nun doch Masken auf Wiener Märkten

Zudem sollen blaue Smileys Kunden am Viktor-Adler-Markt und am Meidlinger Markt den optimalen Sicherheitsabstand zeigen.

von Bernhard Ichner

Auf den Wiener Freiluftmärkten sollten ab sofort Mund-Nasen-Masken getragen werden. Das verkündet die zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ), die damit der Empfehlung des Landwirtschaftsministeriums folgt.

Darüber hinaus gibt es insbesondere für die Bauernmärkte, die traditionell am Wochenende stattfinden, noch ein paar weitere Neuerungen. Nachdem bereits vorige Woche im Hinblick auf den Sicherheitsabstand in Corona-Zeiten mehr Platz für weniger Verkaufsstände sowie ein Einbahnsystem für den Brunnenmarkt (16.) präsentiert wurden, musste punktuell nachgeschärft werden.

So sollen etwa auf dem stark frequentierten Viktor-Adler-Markt (10.) sowie auf dem Meidlinger Markt (12.) Bodenmarkierungen in Form blauer Smileys den Kunden den optimalen Abstand beim Anstellen weisen. 

Mobile Einsatztruppe

Am Viktor-Adler-Markt, der bereits vor dem vorigen Wochenende in punkto Verkaufsstände ausgedünnt worden war, sah die Stadt noch weiteren Handlungsbedarf, berichtet Marktamtsdirektor Andreas Kutheil: In der Leibnitzgasse, wo in der Vorwoche nur 15 statt der üblichen 60 Stände aufgebaut waren, wird es diesen Samstag bloß noch sieben geben. Der Rest der insgesamt rund 45 verbliebenen Direktvermarkter ist auf Freiflächen auf dem Kernmarkt, auf die Senefeldergasse sowie auf den Viktor-Adler-Platz verteilt.

Und auch beim Personal, das zum Teil mit Megafonen für einen reibungslosen Ablauf auf den Märkten sorgt, wurde nachbessert. Insgesamt sind am Samstag 60 Mitarbeiter des Marktamts sowie aus anderen Abteilungen im Einsatz - erstmals auch eine mobile Einsatztruppe.

Kundenrückgang

Die Vorwoche habe aber gezeigt, dass insbesondere die Standler sehr kooperativ seien und keinen Grund für Beanstandungen liefern, sagt Sima. Einzelne uneinsichtige Kunden müssten sich gegenüber der Grätzelpolizei verantworten. 

Prinzipiell verzichten wolle die Stadt auf die Wiener Märkte nicht, betont Sima. "Mit 370.000 Kunden in normalen Zeiten und jetzt trotz Frequenzrückgangs immer noch 350.000 Kunden sind die Märkte wichtige Nahversorger", erklärt die Stadträtin. "Kämen diese abhanden, wäre der Ansturm auf die Supermärkte umso größer."

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