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Chronik Wien
12/28/2021

Versuchter Mord in Wien-Donaustadt: Schwer verletzte Frau einvernommen

Version von versuchtem Mord und Suizid bestätigt. Ermittler überprüfen Angaben.

Nach einer Bluttat in Wien-Donaustadt in der Vorwoche, bei der eine 44-Jährige bei einer Attacke ihres Ex-Freundes am Montagnachmittag schwere Stichverletzungen im Oberkörper- und Beinbereich erlitten hat, ist die Frau nun einvernommen worden.

Laut Polizeisprecher Christopher Verhnjak bestätigte die Schwerverletzte Vermutungen der Polizei, wonach der Ex-Freund die Frau umzubringen versucht und schließlich Suizid verübt hatte. Er verstarb mit schweren Verletzungen im Spital.

Die Bluttat war am Montag der Vorwoche in einer Wohnung im Bereich der Langobardenstraße verübt worden. Die 44-Jährige erlitt schwere Stichverletzungen, konnte sich aber ins Stiegenhaus retten. In der Wohnung fanden die alarmierten Polizisten den Mann, die Reanimationsversuche bei dem 46-Jährigen kamen zu spät.

Für die Polizei war das Geschehen von Anfang an nicht wirklich klar: Die schwerverletzte Österreicherin hatte zwar an Ort und Stelle noch angegeben, von ihrem Ex-Freund mit einem Messer in der Wohnung im Bereich der Langobardenstraße attackiert worden zu sein. Danach wurde die Schwerverletzte jedoch ins Spital gebracht. Die Tatwaffe, ein Messer, stellten die Beamten sicher.

Nach einer Woche - gestern, Montag, Abend - befragten die Ermittler nun die 44-Jährige. Sie gab an, dass der 46-Jährige versucht haben soll, sie zu töten, und sie schwer verletzt aus der Wohnung flüchten konnte. Seine Attacke sei jedenfalls unvermittelt erfolgt, es habe keinen Streit gegeben.

Die 44-Jährige sagte, sie sei gerade dabei gewesen, Weihnachtsgeschenke einzupacken. Der Mann soll sich danach selbst getötet haben. Laut Polizei sollen nun noch sichergestellte Spuren ausgewertet werden, um diese Version zu verifizieren oder zu widerlegen.

Das Landeskriminalamt wird jedenfalls wegen des Verdachts des versuchten Mordes - gegen den 46-Jährigen - an die Staatsanwaltschaft berichten. Dieser bleibt es dann vorbehalten, das Verfahren wegen Todes des Verdächtigen einzustellen.

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