Chronik | Wien
26.07.2018

Bezirk reagiert zu Radweg am Wiener Naschmarkt irritiert: "Nicht fix"

Grüner Planungssprecher hatte Projekt am Mittwoch als fix bezeichnet.

Anders als die Rathaus-Grünen sieht der Bezirkschef von Mariahilf, Markus Rumelhart (SPÖ), den Radweg an der Linken Wienzeile entlang des Naschmarkts als "nicht fix" an. Man sei irritiert über das "mediale Vorpreschen" des grünen Planungssprechers Christoph Chorherr, erboste sich der Bezirkschef am Donnerstag. Er bekräftigte: "Aus Sicht des Bezirks ist der Radweg in dieser Form nicht machbar."

Chorherr hatte am gestrigen Mittwoch Journalisten zum Lokalaugenschein geladen, um die Notwendigkeit des geplanten Lückenschlusses zu erläutern. Dabei hieß es, der baulich getrennte Radweg komme jedenfalls 2019 - nur über das Wie müsse noch geredet werden. Rumelhart konterte nun per Aussendung: "Aus Sicht des Bezirkes ist der Radweg auf der linken Wienzeile nicht fix. Wir sind in laufenden Verhandlungen. Das Wunschergebnis der Verhandlungen vorwegzunehmen ist unprofessionell."

Der Bezirk müsse nämlich mit den Konsequenzen leben. "Es geht hier nämlich nicht nur um die Schaffung eines Radwegs, es geht auch um Parkplätze, um Schanigärten, AnrainerInnenparkplätze und vor allem um den Naschmarkt. Die PR-Aktion Chorherrs ist unprofessionell und polemisch", ärgerte sich SPÖ-Bezirksrat Sandro Beer. Die beiden Bezirkspolitiker bekräftigten ihre Forderung, über Alternativlösungen "auf Augenhöhe" zu verhandeln.