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Chronik Wien
01/13/2020

Wiener Bezirk ist gegen die Umbenennung der Rudolfstiftung

Die Bezirksparteien lehnen den neuen Namen "Klinik Landstraße" ab. Verhindern können sie die Reform aber nicht.

von Josef Gebhard

Widerstand gegen die Umbenennung der Wiener Gemeindespitäler regt sich in den Bezirken. Allen voran in der Landstraße. In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung haben sich alle Parteien (darunter auch die SPÖ) dagegen ausgesprochen, dass die Rudolfstiftung künftig Klinik Landstraße heißen soll.

Wie berichtet, sollen die Namensänderungen im Laufe der kommenden Monate umgesetzt werden. Ziel der Reform, die von SPÖ-Gesundheitsstadtrat Peter Hacker angestoßen wurde, sind einheitliche und möglichst einfache Bezeichnungen. So wird aus dem Wilhelminenspital die Klinik Ottakring und aus dem Krankenhaus Nord die Klinik Floridsdorf.

„Eine solche Umbenennung bringt niemanden etwas“, kritisiert Georg Keri, Landstraßer ÖVP-Klubobmann.  „Die Rudolfstiftung soll auch weiterhin Rudolfstiftung heißen. Das ist ein vertrauter Name für die Landstraßer Bevölkerung und der einhellige Wunsch des Bezirks.“

Die Bedeutung des Beschlusses relativiert SPÖ-Bezirksvorsteher Erich Hohenberger. „Es handelte sich um einen reinen Formalakt, weil es ja einen Beschluss des Gemeinderats zur Umbenennung gibt“, sagt er zum KURIER. Somit werde sie der Bezirk auch nicht verhindern können.

„Glücklich bin ich mit der Umbenennung selbst nicht“, räumt Hohenberger ein. „Die Rudolfstiftung ist einfach die Rudolfstiftung.“   

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