Symbolbild.

© APA/AFP/YURI CORTEZ

Horrorclowns
10/19/2016

Zwei Clown-Sichtungen in Wien

Ein Kostümierter mit Axt trieb sich auf einem Spielplatz herum.

von Bernhard Ichner

In Stephen Kings Horror-Roman „Es“ verbreitete Clown Pennywise Angst und Schrecken. Anleihen daran dürften sich jene kostümierten und auf böse geschminkten „Scherzbolde“ genommen haben, die in den vergangenen Monaten immer wieder in den USA, aber auch in England und Schweden auftauchten und ihre Mitmenschen verunsicherten. In einigen Fällen kam es sogar zu tätlichen Angriffen. Jetzt ist der fragwürdige Trend auch in Österreich angekommen.

Den Anfang machte, wie berichtet, am vergangenen Wochenende ein rot-schwarz kostümierter Clown, der einen Autofahrer auf einem Parkplatz in St. Johann in der Haide in der Steiermark erschreckte (und dann daheim Ärger mit seiner Mutter bekam. Die Frau entschuldigte sich via Facebook öffentlich für den dummen Streich ihres Sohns.)

Vorfälle in Wien

Am Dienstagabend trieb ein anderer Maskierter mit einer Machete am Praterstern sein böses Spiel mit den Fahrgästen eines Pendlerzugs. Die Person verschwand allerdings, bevor die Polizei alarmiert werden konnte.

Beim Antonsplatz in Favoriten kam es ebenfalls am Dienstagabend zu einer weiteren Clown-Sichtung. Dort wurde ein 14-jähriger Bub erschreckt. Der Aussage des jugendlichen Augenzeugen zufolge, soll dort ein Kostümierter auf der Schaukel eines Kinderspielplatzes gesessen sein – mit „etwas Axt-Ähnlichem in der Hand“.

Als er den Burschen sah, soll der Clown aufgestanden sein und kurz die Verfolgung des 14-Jährigen aufgenommen haben. Ausdrücklich bedroht habe er ihn aber nicht. Dann sei er verschwunden. Eine Nachschau der Polizei vor Ort habe keine weiteren Anhaltspunkte ergeben, sagt Sprecher Paul Eidenberger zum KURIER.

Polizei rechnet mit Nachahmern

Aufgrund der Berichterstattung über die Clownssichtungen rechnet die Polizei mit zweierlei Folgen: Zum einen mit vielen Nachahmern und zum anderen mit vielen Alarmierungen. Denn auch die Bevölkerung reagiere immer sensibler.

Die Kostümierung in der Öffentlichkeit sei zwar nicht verboten, stellt der Wiener Polizeisprecher Paul Eidenberger klar. „Wer aber mit einer Machete, Axt oder Ähnlichem unterwegs ist, muss sich bewusst sein, dass er in den Lauf einer Polizeiwaffe schauen könnte, falls sich jemand bedroht fühlt. Das kann bis ins Strafrecht gehen.“ Insbesondere zu Halloween rechnet die Polizei heuer mit einer Clownsschwemme.

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