Zwanzig Jahre lang war Klagenfurt der Nabel der Beachvolleyball-Welt.

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Wien
08/08/2016

Beachvolleyball-WM: Baggern auf der Insel

Stadt Wien investiert 1,3 Millionen Euro in das Sporthighlight.

von Michaela Reibenwein

Jung, sportlich, sexy: So will sich die Stadt Wien im kommenden Sommer vermarkten. Am Sonntag wurde bekannt, dass die Beachvolleyball-WM vom 28. Juli bis 6. August 2017 auf der Donauinsel stattfinden wird. Die Tourismus-Branche freut’s: "Bisher waren wir eher als Kulturstadt bekannt. Das ist eine Chance, zu zeigen, dass wir auch spannende sportliche Seiten zu bieten haben", frohlockt Wien-Tourismus-Sprecherin Andrea Zefferer. Man wolle damit bei jungen Gästen punkten. "Ein Glücksfall für Wien", heißt es aus dem Büro von Sportstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ). Und diesen Glücksfall lässt man sich auch etwas kosten.

Kostenloser Eintritt

8,5 Millionen Euro Budget sind für den Event veranschlagt. Die Stadt Wien beteiligt sich mit 1,3 Millionen Euro, ebenso der Bund. Der Rest soll über Sponsoren und den Verkauf von VIP-Packages finanziert werden. Allein das Preisgeld wird eine Million Dollar (rund 900.000 Euro) verschlingen.

Der Eintritt für das Spektakel soll kostenlos sein. "Das gehört zu unserer Philosophie, das haben wir auch schon in Klagenfurt so gemacht", sagt Walter Delle-Karth von Hannes Jagerhofers Agentur "Acts", die die WM organisiert.

10.000 Besucher wird das temporäre Beachvolley-Stadion auf der Donauinsel, direkt bei der Floridsdorfer Brücke, fassen. "Wir werden voll sein", ist Delle-Karth überzeugt. Besucher, die keinen Platz ergattern, werden sich die Spiele im Beach-Village rund um den Center Court ansehen können. "Es wird die größte derartige Veranstaltung, die es in Österreich bisher gegeben hat", kündigt Delle-Karth an. zudem denkt Jagerhofer über einen zweiten, kleineren Beachvolley-Court in der Innenstadt nach – vor dem Schloss Schönbrunn, der Hofburg oder dem Belvedere.

Auch abends will man den Gästen etwas bieten – wie das genau aussehen wird, ist noch nicht ganz klar. Möglicherweise werden DJs an Bord eines Partyschiffes auflegen. Die andere Möglichkeit: Konzertbühnen am Gelände.