Umbau am Wiener Aumannplatz: ÖVP und Neos unzufrieden mit Konzept
Die aktuelle Gestaltung am Aumannplatz stammt aus den 1980er-Jahren.
Während derzeit noch ein stark befahrener Kreisverkehr den Aumannplatz in Währing dominiert, sollen hier künftig eine neue Fußgängerzone, Schanigärten, direkte Parkanbindungen und ein deutlich reduziertes Verkehrsaufkommen für mehr Lebensqualität sorgen. So die Eckpunkte des am Donnerstag von Währinger Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne) präsentierten Grobkonzepts (der KURIER hat berichtet).
Im Rahmen eines mehrjährigen Beteiligungsprozesses wurden dafür vorab 1.200 Rückmeldungen aus der Bevölkerung gesammelt. Noch bis Mitte Juni können Anrainer weitere Rückmeldungen abgeben. Zudem stehen an drei Terminen, nämlich am 12. Mai, 17. Juni und 16. September, Planer, Experten der Stadt Wien sowie die Bezirksvertretung am Aumannplatz für Fragen zur Verfügung.
Der Aumannplatz in Währing soll umgestaltet werden.
Dies ist der Währinger ÖVP nicht genug. Schulen, Betriebe sowie Anrainerinnen und Anrainer seien in die Planung nicht eingebunden gewesen, moniert sie in einer Aussendung. Ein „funktionierendes Verkehrskonzept werde für einige wenige Bäume geopfert“, kritisiert Klubobfrau Beate Marx.
„Aus Medien erfahren, was geplant ist“
Das Konzept sei unausgereift. Man ortet gar einen „demokratiepolitischen Skandal“. Schließlich hätten „gewählte Bezirksrätinnen und Bezirksräte parallel zur Kommissionssitzung aus den Medien erfahren, was im eigenen Bezirk geplant wird“. Dem ÖVP-Bezirksvorsteher-Stellvertreter sei außerdem schriftlich bestätigt worden, dass das neue Verkehrskonzept erst in der Kommissionssitzung vorliegen werde – tatsächlich seien einige Medien schon Tage zuvor informiert worden.
Auch die Währinger Neos sind unzufrieden. Prinzipiell sei die Aufwertung und Begrünung des öffentlichen Raums zwar begrüßenswert, erklären sie in einer Aussendung, das Geld werde aber derzeit für wichtigere Projekte gebraucht. Kritisch gesehen wird außerdem die geplante Verkehrsführung, die den gesamten stadteinwärts fahrenden Kfz-Verkehr über die Währinger Straße leiten soll.
„Angesichts knapper Budgets müssen wir Prioritäten setzen: Investitionen in Bildung und die Sanierung unserer Schulen haben Vorrang. Die Mittel, die für den Umbau benötigt werden, sollten lieber in die dringend notwendige Sanierung von Schulen im Bezirk, wie etwa der Mittelschule Schop79, fließen“, sagt die Bezirkssprecherin von Neos Währing, Manuela-Anna Sumah-Vospernik.
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