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Wasserspiel und Bühne: So könnte der Aumannplatz bald aussehen

Weniger Verkehrsaufkommen, eine neue Fußgängerzone, Schanigärten sowie direkte Parkanbindungen sind geplant.
Aumannplatz Umgestaltung 1180

Der Aumannplatz im 18. Bezirk könnte sich bald grundlegend verändern. Aus dem heute stark vom Autoverkehr dominierten Kreisverkehr soll künftig ein Grätzlplatz mit mehr Grün, Fußgängerzonen und direkter Parkanbindung werden.

Herzstück der Pläne ist eine völlige Neuorganisation des Verkehrs: Künftig soll der Autoverkehr auf der Gentzgassen-Seite gebündelt werden. Entlang der Währinger Straße könnte dadurch eine großflächige Fußgängerzone mit Bäumen, Sitzgelegenheiten und Schanigärten entstehen. Dadurch würde erstmals eine zusammenhängende Freifläche zwischen den Lokalen rund um den Platz und dem Park in der Mitte entstehen.

Auch der Norbert-Liebermann-Park in der Mitte des Platzes soll stärker geöffnet und besser erreichbar werden. Derzeit ist die Grünfläche von mehrspurigen Fahrbahnen umgeben und nur schwer zugänglich.

Weitere Ideen für den Aumannplatz der Zukunft umfassen ein Wasserspiel, eine kleine Bühne für Lesungen oder Konzerte, neue Sitzmöbel, eine fixe WC-Anlage sowie die Modernisierung der Parkbeleuchtung. Vor allem für Fußgänger und Familien soll der Bereich künftig sicherer und einfacher nutzbar werden.

Gestaltung aus den 80ern

Warum der Platz überhaupt umgestaltet werden soll, begründete Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne) bei einem Medientermin vor allem mit seiner bisherigen Verkehrsdominanz.

Die aktuelle Gestaltung stamme noch aus den 1980er-Jahren, als dem Autoverkehr „oberste Priorität“ eingeräumt worden sei. „Der Autoverkehr nimmt sehr viel Platz ein, er führt zwei- bis dreispurig rund um den Platz, da sind jetzt die Parkspuren noch gar nicht mitgerechnet“, betonte Nossek.

Dem nun präsentierten Grobkonzept geht ein mehrjähriger Beteiligungsprozess voraus. Bereits 2022 und 2023 konnten Anrainer Ideen und Wünsche für die Zukunft des Platzes einbringen. Laut dem Bezirk Währing wurden dabei mehr als 1.200 Rückmeldungen gesammelt. Besonders häufig genannt wurde der Wunsch nach weniger Autoverkehr, mehr Grün sowie sicheren Querungen für Fußgänger. Auch konsumfreie Aufenthaltsmöglichkeiten wurden vielfach gefordert. Ab Dienstag, 12. Mai, werden die Pläne direkt am Aumannplatz in der Mitte des Norbert-Liebermann-Parks ausgestellt. An insgesamt drei Terminen – am 12. Mai, 17. Juni und 16. September – stehen Planer, Experten der Stadt Wien sowie die Bezirksvertretung vor Ort für Fragen zur Verfügung.

Konkreter Entwurf soll im Sommer entstehen

Bis Mitte Juni können Anrainer außerdem weitere Rückmeldungen abgeben – direkt am Platz, per eMail (aumann@gbstern.at) oder über einen Feedback-Briefkasten.

Über den Sommer soll daraus dann ein konkreter Entwurf inklusive Kostenschätzung entstehen. Im September will der Bezirk die überarbeiteten Pläne erneut präsentieren. Erst danach soll entschieden werden, ob und wann die Neugestaltung tatsächlich umgesetzt wird.

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