Aumannplatz: Vom Kreisverkehr zur Stadt-Oase
Der Aumannplatz im 18. Bezirk steht kurz vor einer Neugestaltung. Mitten in Währing verbindet er die Grätzel rund um Währing und Weinhaus sowie das Kreuzgassen- mit dem Cottageviertel. „Zurzeit hat er noch viel Potenzial“, sagt Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne). „Jetzt ist der Platz quasi nur ein Kreisverkehr mit Grüninsel.“
Einen konkreten Plan für den Umbau gibt es noch nicht – ein zeitlicher Rahmen steht allerdings bereits fest. Schon in den Jahren 2022 und 2023 wurde eine mögliche Neugestaltung erstmals angekündigt. Der erste Schritt war das Einberufen einer Beteiligungsgruppe. Bewohner, Geschäftsleute, Schüler und Anrainer konnten Vorschläge einbringen – per Mail oder direkt vor Ort.
Konzept im Mai
„Die Antworten waren recht klar und haben sich oft wiederholt“, so Nossek. Gewünscht wurden mehr Begrünung, bessere Zugänge zum Norbert-Liebermann-Park in der Mitte des Platzes, sichere Querungen über den gesamten Platz sowie eine Verkehrsberuhigung.
Diese Anliegen sollen nun in die weitere Planung einfließen. Derzeit läuft die Ausschreibung für ein Planungsbüro unter der Federführung der Magistratsabteilungen 28 und 42. „Wir haben einen straffen Zeitplan. Am 11. Mai soll das Grobkonzept am Aumannplatz selbst vorgestellt werden“, erklärt Nossek. Dann haben Bewohner erneut die Möglichkeit, Ideen und Änderungswünsche einzubringen.
Mit Jahresende hofft die Bezirksvorsteherin auf konkrete Pläne und Kosten, damit der Umbau starten kann. „Dann wird sich auch zeigen, ob wir alles auf einmal umsetzen können oder in Etappen arbeiten müssen“, schildert Nossek. Unabhängig von der Neugestaltung erneuern die Wiener Linien im Sommer die Gleisanlagen rund um den Aumannplatz. Insgesamt werden dabei rund 750 Meter Gleise modernisiert. Im Bereich Aumannplatz und Gentzgasse kommt es zudem zu einer geringfügigen Anpassung der Gleislage.
Öffi-Sperren
Während der Bauarbeiten kommt es zu Einschränkungen im Straßenbahnverkehr: Von 4. Mai bis Ende Juni werden die Linien 40 und 41 über die Kreuzgasse umgeleitet, die Linie 42 wird temporär eingestellt. Die Linie 9 fährt nur zwischen Westbahnhof und Antonigasse. Ein Ersatzbus 41E soll die Verbindung entlang der Gentzgasse und Währinger Straße sicherstellen.
Wie der Platz am Ende konkret aussehen wird, will Nossek bewusst offenlassen: „Ich habe keine Traumvorstellung, wie der Platz idealerweise aussehen soll.“ Wichtig sei ihr vor allem der gemeinsame Prozess mit den Währingern. „Der Platz hätte das Zeug zu einer Piazza.“
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