Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Zukunft des Augarten mitgestalten: Große Bürgerumfrage startet

Bis 10. September läuft Umfrage. Anfang 2027 soll ein Entwicklungskonzept für das Areal präsentiert werden.
Der Wiener Flakturm im Augarten ragt hinter einer blühenden Blumenwiese und Bäumen in den blauen Himmel.

Der Augarten ist vieles zugleich: historisches Gartendenkmal, öffentliche Grünanlage, Naherholungsgebiet und Kulturraum. Seit mehr als 250 Jahren ist er ein wichtiger Teil des Wiener Stadtlebens. Gleichzeitig verändern Klimawandel, zunehmender Nutzungsdruck und die wachsenden Stadtquartiere rund um den Augarten die Anforderungen an das Areal.

Nun soll er fit für die kommenden Jahrzehnte gemacht werden. Mit dem „Zukunftsplan Augarten 2035“ startet darum ein breit angelegter Beteiligungsprozess, wie in einer Aussendung bekanntgegeben wurde. Ab sofort bis 10. September können Interessierte online ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen einbringen und sich für den „Zukunftsdialog Augarten“ anmelden. Die Ergebnisse sollen in ein langfristiges Arealentwicklungskonzept einfließen und Anfang 2027 öffentlich präsentiert werden.

„Gemeinsam mit jenen Personen, die den Augarten täglich nutzen, wollen wir einen Ort für Lebensqualität, Begegnung und Geschichte gestalten“, sagt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP). Der Augarten sei nicht nur historische Parkanlage, sondern auch touristischer Anziehungspunkt sowie wichtiger Standort für Kultur, Freizeit und Wirtschaft. Mit langfristiger Planung und gezielten Investitionen sollen das baukulturelle Erbe gesichert und die internationale Strahlkraft Wiens gestärkt werden.

Auch Umweltminister Norbert Totschnig (ebenfalls ÖVP) betont die besondere Bedeutung des Areals. Der Augarten sei eines der bedeutendsten Gartendenkmäler Österreichs, zugleich „grüne Lunge“ und unverzichtbares Naherholungsgebiet. Ökologie, Geschichte und Alltag würden hier auf besondere Weise zusammenkommen. Ziel sei es, diesen Ort für kommende Generationen zu bewahren und als Teil des grünen Kulturerbes weiterzuentwickeln.

Schutz und Weiterentwicklung

Im Mittelpunkt des künftigen Arealentwicklungskonzepts sollen der Schutz des historischen Gartendenkmals und des baukulturellen Erbes die Anpassung an den Klimawandel sowie die Sicherung einer hohen Aufenthaltsqualität stehen. Gleichzeitig soll der Augarten als öffentlicher Natur-, Kultur- und Begegnungsraum weiterentwickelt werden.

Dass dies nur gemeinsam mit der Bevölkerung gelingen könne, unterstreicht Markus Wimmer, Burghauptmann-Stellvertreter. Der offene Beteiligungsprozess bilde die Grundlage für die weitere Entwicklung. Die Generalsanierung des Atelier Augarten sei dabei ein erster Schritt. 

Auch Gerd Koch, interimistischer Leiter der HBLFA für Gartenbau und Österreichische Bundesgärten, verweist auf die Herausforderungen durch Klimawandel und gesellschaftliche Veränderungen. Das Arealkonzept soll den Rahmen für eine nachhaltige Entwicklung schaffen.

Jetzt mitmachen

Den Auftakt bildet die Online-Umfrage (diese finden Sie hier) , die von 13. August bis 10. September läuft. Ergänzend findet am 13. Oktober im Palmenhaus Augarten der „Zukunftsdialog“ statt. In moderierten Gesprächsrunden sollen Bürger, Fachleute und Vertreter der zuständigen Institutionen miteinander diskutieren.

Die Teilnehmer des Zukunftsdialogs werden aus den Anmeldungen per Zufallsprinzip ausgewählt. Damit soll eine möglichst vielfältige Zusammensetzung gewährleistet werden. Die Beiträge aus der Online-Umfrage fließen unabhängig davon in den weiteren Strategieprozess ein.

Der Augarten steht im Eigentum der Republik Österreich. Für die Entwicklung des Konzepts arbeiten das Wirtschaftsministerium, das Landwirtschafts- und Umweltministerium, die Burghauptmannschaft Österreich sowie die HBLFA für Gartenbau und Österreichische Bundesgärten zusammen. 

Kommentare