Artenschutz: Reise von 13 Äffchen endete am Flughafen Wien

Artenschutz: Reise von 13 Äffchen endete am Flughafen Wien
Bei einer Zollkontrolle wurden 13 Äffchen entdeckt, die unter Artenschutz stehen und nicht ausreichend gechipt waren. Jetzt sind sie in Sicherheit.

Das Jahr 2023 begann für die Zollfahndung am Flughafen Wien gleich mit einem Erfolg. Bei einer Exportkontrollen konnten die Zöllnerinnen und Zöllner Mitte Jänner den Weitertransport von 13 Äffchen verhindern.

Die Sendung mit den kleinen Tieren, die nur bis zu 140 g schwer werden und etwa zwei bis drei Jahre alt sind, sollte von Tschechien über Wien nach Malaysien verschickt werden.

Grund für die Reise der Tierchen waren den offiziellen Angaben zufolge Zuchtzwecke. Für ihre grenzüberschreitende Reise hätten die Affen gechipt sein müssen.

Beim Versuch diese Kennung auszulesen, stellten die Zollbediensteten jedoch fest, dass die Chips überhaupt nur bei zwei der 13 Tieren vorhanden waren.

Artenschutz: Reise von 13 Äffchen endete am Flughafen Wien

Schnell stand also der Verdacht im Raum, dass es sich um ein vorsätzliches Umgehen der Artenschutzbestimmungen handelt, der sich bei näherer Kontrolle noch erhärtete.

Zoll mit "wichtigen Aufgaben im Artenschutz"

„Ein Vergehen gegen den Artenschutz ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Straftatbestand, den unsere Behörde sehr ernst nimmt und den wir vehement verfolgen", sagt dazu Finanzminister Magnus Brunner.

„Österreich ist dem CITES Abkommen im Jahr 1982 beigetreten und der Zoll trägt mit den Kontrollen im Warenverkehr und Reiseverkehr zur Umsetzung bei. Alle beschlagnahmten Affen fallen unter CITES Anhang B, der Pflanzen- und Tierarten umfasst, die potentiell vom Aussterben bedroht sind und daher kontrolliertem Handel unterliegen müssen", erklärt Heike Fetka-Blüthner, Vorständin des Zollamts Österreichs.

Abgesehen von den fehlenden Kennungen der Affen, legten auch die unrichtigen, wenn nicht gar gefälschten, Begleitdokumente der Tiere nahe, dass es sich um ein Vergehen im Bereich des Artenschutzes handelt.

Affen sind im Tierschutzhaus untergebracht

Die Reise der Äffchen mit unsicherem Ausgang nahm also dank dem Zoll ein schnelles Ende und statt in Malaysien fanden sie Unterschlupf im Tierschutzhaus, wo sie nun vergnügt in ihren Affen-Volieren in Sicherheit leben können.

Aufgrund des Aufgriffs wurde ein Finanzstrafverfahren eingeleitet. Das Vergehen ist mit einer Strafe von bis zu 20.000 Euro bedroht.

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