Chronik | Wien 05.12.2011

AKH-Vergabeskandal und die Folgen

Herwig Wetzlinger wird der Vize von Spitalschef Krepler. Er soll dabei helfen, das AKH durch schwere Zeiten zu lotsen.

Er wird es nicht leicht haben in den nächsten Monaten. Herwig Wetzlinger heißt jener Mann, der künftig AKH-Chef Reinhard Krepler dabei assistieren soll, das größte Spital Österreichs sicher durch schwere Zeiten zu lotsen. Das Spital hat schon bessere Zeiten erlebt. Wie mehrfach berichtet, ermittelt die Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen einzelne Mitarbeiter des Hauses. Der Verdacht: Es soll zu Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit einer 50 Mio. Euro schweren Vergabe gekommen sein.

Dass Langzeitchef Krepler nun einen Vize zur Seite gestellt bekommt, darf auch als Indiz für eine geordnete Übergabe gesehen werden. Immerhin hat Krepler im KURIER angekündigt, das Haus nach seiner Amtszeit 2014 verlassen zu wollen.

Wetzlinger wird sein Amt als stellvertretender Direktor am 1. September antreten. Seit 2002 war er kaufmännischer Direktor im Landeskrankenhaus Klagenfurt.
Ausgeschrieben wurde sein Posten bereits im April. Anders als bei der umstrittenen und von den Korruptionsanwälten untersuchten Ausschreibung, wurde jene für den Vizeposten von einem externen Beratungsunternehmen durchgeführt. 37 Interessenten haben sich beworben.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011