Chronik | Wien 28.01.2013

Akademikerball: Strache passt

epa03082397 The leader of the 'Freedom Party (FPO), Heinz Christian Strache (C-L) and Ball Organiser Udo Guggenbichler (C-R) spe… © Bild: APA/FAYER / HANDOUT

Bei der Nachfolge des Korporationsballs sind auch ohne Anwesenheit des FPÖ-Chefs Ausschreitungen garantiert.

Am 1. Februar findet in der Hofburg der 1. Wiener Akademikerball statt – de facto ist das der Nachfolger des umstrittenen Balls des Wiener Korporationsrings (WKR). Nach heftigen Protesten gegen diese Burschenschafter-Veranstaltung hatte die Betreibergesellschaft der Hofburg im Vorjahr beschlossen, diese in ihren Räumen nicht mehr zuzulassen. Die FPÖ wurde daraufhin mit dem Akademikerball vorstellig.

Auf einen prominenten Gast muss diesmal verzichtet werden. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache werde wegen eines Urlaubs mit der Familie nicht teilnehmen, berichtet die Kronen Zeitung.

Strache hatte 2012 bei der letzten Ausgabe des WKR-Balls zusätzlich für Aufregung gesorgt, weil er angesichts der Proteste die Ballbesucher als "neue Juden" bezeichnet hatte. Bundespräsident Heinz Fischer verweigerte ihm daraufhin die Verleihung des "Großen Goldenen Ehrenzeichens mit dem Stern".

Proteste gegen den "Akademikerball" sind auch diesmal garantiert, Demos wurden bereits angemeldet.

Erstellt am 28.01.2013