Ab November wird dieser Wasserstoffbus im Verkehr getestet

© Hyundai

Chronik Wien
09/03/2021

39A-Busse werden ab 2023 mit Wasserstoff betrieben

Öffis: In der Leopoldau entsteht bis November eine Tankstelle für die Busse.

von Nina Oezelt

Wasserstoff gilt als Treibstoff der Zukunft. Und die Stadt möchte offensichtlich nicht verpassen, rechtzeitig in diese Technologie zu investieren.
So kam es, dass die Wiener Stadtwerke am Donnerstag die Busgarage Leopoldau zum Spatenstich für Wiens erste Wasserstofftankstelle für Busse und Lastwagen luden. Bis November soll sie fertig sein. Eine Wasserstofftankstelle für Autos, betrieben von der OMV, gibt es bereits in der Shuttleworthstraße in Floridsdorf. 

Zur Feier des Tages kamen Öffi-Stadtrat Peter Hanke, Floridsdorfs Bezirksvorsteher Georg Papai (beide SPÖ), Stadtwerke-Chef Martin Krajcsir und die Geschäftsführer der einzelnen Stadtwerke-Unternehmen an den nördlichen Stadtrand.

„Mit grünem Wasserstoff zur Betankung unserer Busse schaffen wir den Lückenschluss zu einem durchgehend -neutralen Antrieb unserer Öffi-Flotte“, ist Krajcsir überzeugt. Die „grüne“ Variante des Wasserstoffs wird  mit erneuerbaren Energien gewonnen. 

 

Der eigene Wasserstoff

Ab 2023 wollen die Stadtwerke  auf einem Gelände in Simmering selbst Wasserstoff produzieren. Bis dahin wird er zugekauft. 

Zehn Busse angedacht

Bevor die Busse gekauft werden, müssen sie getestet werden. 2020 gab es eine erste Testphase. Im November startet die zweite mit einer anderen Marke.  Sofern diese erfolgreich läuft,  werden die ersten fünf Busse 2023 gekauft, weitere fünf dann im Jahr 2024. Sie sollen auf der Route der Linie 39A in Döbling unterwegs sein. 

Die Tankstelle ist das erste  Projekt der 2020 gegründeten Wasserstoff GmbH –  ein Zusammenschluss aus Firmen der Wiener Stadtwerke. Die Kompetenzen der Wien Energie (Erzeugung und Forschung), Wiener Netze (Transport) und der Wiener Linien (Anwendung) sind darin vereint. 

Ein Wasserstoffbus kostet übrigens dreimal so viel wie ein Dieselbus. Ein Vorteil gegenüber E-Modellen ist, dass Ersterer nicht lange laden muss. Für Stadtrat Hanke sind derartige Investitionen unumgänglich, um die Klimaziele zu erreichen. Fehler wie zuletzt bei den selbstfahrenden Bussen in der Seestadt werde man vermeiden: „Da waren wir aktionistisch unterwegs.“ Das dürfe beim Thema Wasserstoff nicht passieren. 

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