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Chronik Wien
03/10/2021

1.000 Wiener nahmen ihren Corona-Impftermin nicht wahr

Gründe waren unter anderen Krankheit, Impfstoff-Skepsis oder Vergesslichkeit. Impfstoff wurde an Personen auf der Warteliste vergeben.

von Kevin Kada

In Wien haben vergangene Woche 1.000 Menschen ihren Corona-Impftermin nicht wahrgenommen. Die Gründe dafür waren vielfältig. "Ein Teil hat seinen Termin storniert, ein anderer ist nicht erschienen", wurde ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) in der Gratiszeitung "Heute" (Mittwoch-Ausgabe) zitiert. Es ging laut Stadt aber kein Impfstoff verloren - er wurden an Personen auf der Warteliste bzw. in derselben Priorisierungsgruppe verabreicht.

"Es sind sieben bis acht Prozent der Angemeldeten nicht erschienen", führte ein Sprecher des Gesundheitsstadtrats auf APA-Nachfrage weiter aus. Ein großer Teil sei wegen Krankheit nicht erschienen. Andere hätten sich aus Skepsis vor dem AstraZeneca-Impfstoff dagegen entschieden. Wieder andere hätten schlicht vergessen oder seien zu spät gekommen.

Über halbe Million vorgemerkt

Weiters wurde betont, dass sich die Zahl der Nicht-Erschienenen auf jene Personen bezieht, die sich für eine Impfung vorgemerkt hätten und in einer Impfstraße geimpft worden wären. Nicht in diese Statistik fallen jene Personen, die im Rahmen einer Impfaktion in spezifischen Einrichtungen (zum Beispiel Krankenhaus oder Altenheim) angemeldet waren.

Laut aktuellem Stand sind derzeit in Wien 586.413 Personen für die Coronavirus-Impfung vorgemerkt. Weiters wurden bisher 123.691 Erststiche injiziert. Davon erhielten bereits 58.683 Menschen einen Zweitstich und sind vollständig immunisiert.

Nicht ans Ende der Warteliste

Wie Mario Dujakovic, Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker, gegenüber dem KURIER erklärt, werden die Personen, die ihren Termin nicht wahrnehmen konnten, nicht an das Ende der Warteliste geschoben: „Sie kommen zurück in die Anmeldeliste und werden dann nochmals kontaktiert, sobald Termine frei sind.“

Die meisten Impfinteressierten werden aber nicht plötzlich zu Skeptikern oder Corona-Leugnern. „Sondern der größte Teil ist schlichtweg krank oder hatte einen Unfall oder kann aus anderen gesundheitlichen Gründen den Termin nicht wahrnehmen.“

Die Erfahrung aus den Telefonaten, wenn tatsächlich Impfungen übrig bleiben sind eher so, „dass die Leute schon die Schuhe anhaben, bevor sie noch aufgelegt haben. Die freuen sich regelrecht, dass sie endlich dran kommen.“

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