Viele Filipinos arbeiten mit und unterstützen die Katastrophenhelfer.

© Reuters/EDGAR SU

Philippinen
11/15/2013

Österreicher helfen den Taifun-Opfern

Medizinische Hilfe, Wasser und Zelte – Helfer berichten von ihrem Einsatz im Krisengebiet.

Du bist in Rot-Kreuz-Team eins. Kannst du am Freitag auf die Philippinen fliegen?“, lautete der Inhalt der SMS, die Lidwina Dox am Mittwoch erhielt. Zwei Tage später war ihr Rucksack mit dem Nötigsten gepackt. Die 40-Jährige war bereit für den Abflug: „In so einer Situation sind alle Regeln außer Kraft gesetzt. Man muss den Betroffenen bei den einfachsten Dingen helfen.“

Die Kunst-Lehrerin wird von Kollegen und Vorgesetzten unterstützt und konnte deshalb schon bei einigen Auslandseinsätzen mithelfen. „Beim Tsunami 2006 haben wir in fünf Wochen nicht eine Kaffeepause gemacht.“ Trotzdem überlegt Lidwina Dox nicht, ob sie auf die Einsätze geht. Sie hat viel Zeit in Ausbildungen investiert und ist mittlerweile Expertin für die Versorgung mit Wasser und in hygienischen Belangen: „Wir bauen Toiletten auf und zeigen den Menschen, wie sie sich pflegen sollen, um den Ausbruch von Seuchen zu verhindern.“ Wie lange ihr Einsatz diesmal dauern wird, weiß die Wienerin nicht: „Wahrscheinlich werde ich wieder um die fünf Wochen bleiben.“

Auf sie wartet Rot-Kreuz-Mann Georg Ecker, den der KURIER in Ilo Ilo auf Panay erreichte. Dort starben 99 Menschen, Ecker glaubt, dass viele überlebt haben, weil sie in Bambushäusern wohnten: „Die sind aber alle zusammengefallen.“

Der Niederösterreicher Thomas Rassinger, 34, ist für die Organisation Ärzte ohne Grenzen im Einsatz. Der erfahrene Logistiker war gerade auf der schwer betroffenen Insel Bantayan und koordiniert nun auf Cebu die Hilfstransporte. Er sorgt dafür, dass die Menschen im Katastrophengebiet medizinische Grundversorgung, Wasser und Zelte erhalten. „Gerade haben wir 2000 Zelte bekommen“, sagt Rassinger. „Das Gute ist, dass der Fährverkehr funktioniert, so dass die Hilfe auch ankommt.“

Die Zerstörung auf Bantayan sei enorm, berichtet der Helfer: „Wir schätzen, dass 90 Prozent aller Gebäude beschädigt sind. Selbst wenn die Grundversorgung sichergestellt ist, wird der Wiederaufbau lange dauern.“ Viele Filipinos arbeiten mit und unterstützen die Katastrophenhelfer. „Eine derartige Hilfsbereitschaft habe ich noch nie erlebt“, sagt Rassinger.

Die Spendenkontos

- Österreichisches Rotes Kreuz: Erste Bank 40014400144, BLZ 20111,
Kennwort: Überflutungen Philippinen;
- Caritas: PSK 7.700.004, BLZ 60.000, Kennwort: Taifun Katastrophe;
- World Vision Österreich: Erste Bank Kto.-Nr 80080081800, BLZ 20111, Kennwort: Philippinen
- Diakonie Katastrophenhilfe: Erste Bank, Konto 28711966333, BLZ: 20111 Spendenzweck: Taifun, IBAN AT85 20111 287 119 66333, BIC GIBAATWWXXX;
- UNICEF: PSK 15 16 500, BLZ 60.000, Stichwort: Kinder Philippinen;
- Kindernothilfe Österreich: PSK 92144077, BLZ 60.000;
- Volkshilfe Solidarität: PSK 1.740.400 BLZ 60.000, Kennwort: Katastrophenhilfe, Spenden SMS an die Nummer 0676/800 70 80, Online Spenden möglich;
- Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs: PSK: 00093 028 745, BLZ 60000, Kennwort: ASBÖ Auslandshilfe.

- Care Österreich: PSK 1236000, BLZ 60000, Kennwort: Nothilfe Philippinen.

- Hilfswerk Austria: PSK, BLZ 60.000, Kto.-Nr.: 90.001.002, IBAN AT 716 000 000 090 001 002, Kennwort: Philippinen

- Ärzte ohne Grenzen: PSK, BLZ: 60.000, Kto.-Nr.: 930 40 950, IBAN: AT62 60000 00093040950, Kennwort: Philippinen

Die Zerstörungen durch "Haiyan"

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