Chronik | Welt
03.01.2018

Indien schränkt Zugang zum Taj Mahal ein

Allerdings nur für inländische Besucher. Experten sorgen sich um den Erhalt des berühmten Bauwerks im indischen Agra.

Zum Schutz des Taj Mahal will Indien den Zugang zu dem beeindruckenden Mausoleum begrenzen - allerdings nur für inländische Besucher. Künftig sollen nur noch 40.000 Inder pro Tag das Bauwerk besuchen dürfen, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Die Maßnahme diene dem Erhalt von Indiens größter Tourismusattraktion und werde nicht für ausländische Besucher gelten.

"Wir müssen für die Sicherheit des Bauwerks und der Besucher sorgen. Die Bewältigung der Menschenmassen zeichnet sich als eine große Herausforderung für uns ab", sagte ein Mitglied von Indiens Archäologie-Aufsicht (ASI), die das Taj Mahal verwaltet.

Abnutzungen und Luftverschmutzung

Experten zufolge verstärken die wachsenden Besuchermengen die Abnutzungen an dem weißen Marmorgrabmal. Es muss ohnehin regelmäßig gesäubert werden, um seiner Verfärbung durch Luftverschmutzung Einhalt zu gebieten. Die Entscheidung zur Begrenzung der Besucherzahlen wurde getroffen, nachdem zu Silvester fünf Besucher in einem Menschengedränge am Taj Mahal verletzt worden waren.

Millionen größtenteils indische Touristen besuchen das Taj Mahal jedes Jahr. Der Großmogul Shah Jahan hatte es im 17. Jahrhundert den palastartigen Bau aus weißem Marmor als Grabmal für seine verstorbene Frau Mumtaz Mahal bauen lassen.