Chronik | Welt
09.05.2018

„Ich beginne, das ziemlich große Loch in meinem Besitz zu füllen“

Die 20-Millionen- Dollar-Scheidung von seiner dritten Ex-Frau liegt ihm noch im Magen.

Der Gründer der Comedy-Gruppe Monty Python, John Cleese, tourt mit seinen 78 Jahren wie ein Hamster im Rad durch die Lande. Nachdem er vorige Woche noch in Kanada und den USA aufgetreten war, wo er 17 Shows in 21 Tagen herunterspulte, beginnt er jetzt seine Europa-Tournee, auf der er am 13. und 14. Juni die Wiener Stadthalle zu füllen gedenkt. Das macht der arme Mann offenbar aus reiner Geldgier.

Denn die 20-Millionen-Dollar-Scheidung von seiner dritten Ex-Frau hat ein riesiges Loch in seinen Besitz geschlagen. Das Thema lässt ihn nicht los, in fast jedem Interview jammert er, dass er nicht römisches Recht hätte studieren sollen, sondern Familien- und Vertragsrecht. Denn dann hätte er die Fallen des Scheidungsrechts eher gesehen. Der FAZ sagte der in fünfter Ehe mit einer um 31 Jahre jüngeren Frau verheiratete Cleese: „Ich muss ja weiterhin Geld verdienen. Ich weiß nicht, ob Sie einmal jemandem 20 Millionen Dollar gezahlt haben – es führt dazu, dass Sie ein wenig knapp bei Kasse sind.“

Cleese will wieder wohlhabend werden und hofft, dass er die Gene seiner Eltern geerbt hat. Seine Mutter wurde 101 und sein Vater starb zwar mit 78, aber auch nur, weil er sein Leben lang zuviel geraucht hatte. Mister Cheese (Käse) hatte seinen Nachnamen auf Cleese geändert und damit womöglich erst dem Sohn die Weltkarriere ermöglicht.

Keine Wände mehr

Die Ranch in Kalifornien habe er nach der Scheidung verkaufen müssen, ebenso sein Strandhaus, seine Appartements in London und New York, sowie seine Kunstsammlung. Aber so sagte er, „ich habe ja keine Wände mehr, wo ich etwas aufhängen könnte“.

Mit auf Tournee geht derzeit auch Cleese’ 35-jährige Tochter Camilla. In den USA war sie als Moderatorin dabei „und ziemlich rüde“ zum Papa. Sie hat auch schon einen Vorschlag, was einmal auf Papas Grabstein stehen soll: „Wartet nicht mehr auf Frauen“. Die Grabrede will sich der Komiker selbst halten und bald aufnehmen.