Chronik | Welt
03.03.2018

Erneut Rapper in Spanien zu Haftstrafe verurteilt

Nationaler Gerichtshof in Madrid sprach Pablo Hasel der Verherrlichung des Terrorismus sowie der Beleidigung der Krone schuldig.

In Spanien ist erneut ein Rapper wegen seiner Songs zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Der Nationale Gerichtshof in Madrid sprach Pablo Hasel am Freitag unter anderem der Verherrlichung des Terrorismus sowie der Verleumdung und der Beleidigung der Krone und spanischer Behörden schuldig. Er wurde zu einer Haft von zwei Jahren und einem Tag und einer Geldstrafe von 24.300 Euro verurteilt.

Erst vor zehn Tagen hatte das Oberste Gericht in Madrid einen Freiheitsentzug von dreieinhalb Jahren gegen den Rapper Josep Miquel Arenas bestätigt. Wie Hasel war auch der 24-Jährige aus Mallorca mit dem Künstlernamen Valtonyc für schuldig befunden worden, in seinen Texten unter anderem den Terrorismus verherrlicht und das Königshaus beleidigt zu haben.

Der Fall löste große Empörung aus.

Falls Hasel mit einem Einspruch vor einer höheren Instanz keinen Erfolg hat, muss der 29-Jährige hinter Gitter. Nur Haftstrafen von bis zu zwei Jahren werden in Spanien bei nicht vorbestraften Verurteilten manchmal zur Bewährung ausgesetzt. "Hätte ich gesagt, dass Katalanen, Einwanderer, Antifaschisten oder Homosexuelle Bomben verdient haben, hätten mich diese faschistischen Richter, die mich verurteilt haben, beschützt", klagte der Musiker auf Twitter.