Viele Auslandsösterreicher in GB hatten nicht mit einem Brexit gerechnet.

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Brexit
06/24/2016

Auslandsösterreicher: Sorge um die Zukunft

Junge Österreicher, die erst seit kurzem in London arbeiten: "Hier weiß keiner, was jetzt passieren wird - weder die BBC noch dein Arbeitgeber." Briten in Österreich haben "Angst vor Dominoeffekt".

"Ich dachte, ich höre nicht richtig", sagt eine Österreicherin, die seit Jahrzehnten in England lebt zum Ergebnis der EU-Austrittsvolksabstimmung im Vereinigten Königreich. "Ich habe seit vier Uhr in der Früh nicht mehr geschlafen, da habe ich von der negativen Entscheidung im Radio gehört", sagt die 63-jährige gebürtige Kärntnerin, die an der Grenze zu Wales lebt, am Freitag.

"Ich habe gehofft, es geht sich aus"

"Ich habe gehofft, es geht sich aus, dass wir drinbleiben, aber es ist leider anders gekommen", so die selbst als österreichische Staatsbürgerin nicht Wahlberechtigte, deren Söhne aber allesamt für den Verbleib der Briten in der Union gestimmt haben, wie sie betont. Als Hauptursachen für die Stimmenmehrheit für den Brexit macht sie die im Wahlkampf dominierende Migrationsfrage und auch die geplante Visafreiheit für Türken verantwortlich, auch wenn diese noch gar nicht umgesetzt ist.

Als Schuldige für negative Dinge in Großbritannien sei meist die EU ausgemacht worden, dabei liege vieles im internen Bereich, macht die Austro-Engländerin auf ein Problem aufmerksam, dass es in vielen anderen Unionsstaaten auch gibt. Aus ihrer Sicht wäre es besser für das Vereinigte Königreich gewesen, in der EU zu bleiben um mitreden und mitbestimmen zu können. Jedenfalls gebe es "jetzt sicher auch für die EU viel zu tun, damit sich nicht ein Land nach dem anderen loslöst".

"Persönlich, und da geht es mir genauso wie vielen Freunden aus der ganzen EU, mit denen ich heute schon gesprochen habe, fühlt man sich hintergangen", schildert Franz Schwarz seine Gefühlslage nach dem Pro-Brexit-Votum. Schwarz, der an der Uni Wien Jus studierte, ist Rechtsanwalt in der Kanzlei Wilmerhale in London. "Viele Freunde sagen, sie fühlen sich als EU-Bürger zum ersten Mal nach oft vielen Jahren, fast 20 in meinem Fall, nicht mehr willkommen. Einige fragen sich auch, ob sie in einem Land, das sich für Abgrenzung und Isolation entschieden hat, überhaupt noch leben wollen."

Schwarz ist schon lange im Land. Er habe ein sicheres Aufenthaltsrecht und könne auch die englische Staatsbürgerschaft bekommen, sagt er. "Ob ich das will, ist natürlich eine andere Frage."

Was seinen Beruf angeht, ist Schwarz optimistischer. Er geht davon aus, dass die EU und die britische Regierung innerhalb der ohnehin zweijährigen Übergangsfrist ausreichende Freihandelsabkommen verhandeln werden, die auch Aufenthaltsrechte zumindest für hoch qualifizierte EU-Bürger beinhalten. "Welche wirtschaftlichen Auswirkungen dies alles langfristig haben wird, vermag freilich keiner mit Sicherheit zu sagen."

"Schockiert, fix und fertig"

"Ich bin sehr schockiert, fix und fertig." Noch immer kann es die gebürtige Steirerin Nicole Brown nicht glauben, dass eine Mehrheit der Briten für den EU-Austritt gestimmt hat. Sie hatte mit einem knappen Nein gerechnet. Am Freitagvormittag checkte sie die Homepage von BBC News mehrmals, um zu sehen, ob sich das Ergebnis nicht doch noch nach ihren Wünschen dreht: vergeblich.

Die 39-Jährige lebt seit knapp 16 Jahren in Faversham in der südöstlichen Grafschaft Kent, arbeitet als Lektorin im Fach Bildungswissenschaften am University College London, ihr Ehemann ist Engländer, er ist Lehrer an einer Privatschule mit vielen internationalen Schülern. Brown hat gegen den Brexit gestimmt, und auch in ihrem privaten und beruflichen Umfeld sei die Ablehnung eines EU-Austritts groß gewesen, sagt sie im Gespräch mit der APA. In ihrem Wahlkreis Swale war der Anteil der Brexit-Befürworter allerdings mit 62,46 Prozent noch höher als landesweit (51,9 Prozent).

Die aus der Umgebung von Leoben stammende Brown kritisiert den Fokus der Kampagnen auf das Thema Einwanderer als Sündenböcke für die Überlastung des britischen Schul- und Gesundheitssystems und das Ziel der politischen Akteure, mit der EU-Frage eigentlich innenpolitische Veränderungen herbeiführen zu wollen. So ist der konservative Londoner Ex-Bürgermeister Boris Johnson aus Browns Sicht gar kein so glühender Brexit-Befürworter, sondern habe vor allem seinen innerparteilichen Rivalen David Cameron als Premier stürzen wollen.

Nigel Farage von der UK Independence Party hält sie für eine "Prater-Comicfigur", einen "Lugner von England". Sein Wahlversprechen, dass die Gelder, die Großbritannien bisher an EU-Beiträgen gezahlt hat, künftig für Verbesserungen im britischen Sozialsystem eingesetzt würden, ist für sie schlichtweg "Blödsinn", und Farage habe dieses Versprechen Freitagfrüh auch gleich wieder relativiert. "Die Leute am Boden werden nichts davon sehen." Die Mutter eines Kindes sieht im Gegenteil unnötige Kosten: So müssten wohl die Pässe aller Briten ausgetauscht werden, so dass dort nicht mehr "Citizen of the European Union" draufstehe.

Über die Konsequenzen des Brexit für sich selbst und ihre Familie hat sich Nicole Brown noch nicht wirklich Gedanken gemacht, nachdem sie nicht damit gerechnet hatte. Sie fühlt aber Unsicherheit auf sich zukommen. Sorgen macht ihr etwa, ob sie und ihr Sohn die britisch-österreichische Doppelstaatsbürgerschaft werden behalten können. Als Uni-Angestellte befürchtet sie auch, dass nicht mehr so viele Studenten aus dem Ausland nach Großbritannien kommen könnten. Nun heiße es einmal "abwarten und Tee trinken".

"Verrückter und betrübter Vormittag"

Einen "verrückten" und "betrübenden" Vormittag hat der 25 Jahre alte Rene Jellitsch hinter sich. Er lebt seit vier Monaten in London, wo er in einer Medienagentur mit Beschäftigten aus 58 Ländern arbeitet. Dass die Briten am Donnerstag für einen Austritt des Vereinigten Königreichs gestimmt haben, verunsichert ihn zutiefst.

Er und seine Arbeitskollegen seien den Großteils des Vormittags damit beschäftigt gewesen, über das Ergebnis des Referendums zu sprechen "und wie schockiert wir nicht alle sind. Das Schlimmste ist einfach die Unsicherheit, was als nächstes passiert."

In London habe er von der Anti-EU-Stimmung nicht so viel gespürt, da die britische Hauptstadt "ziemlich pro-remain war", meint Jellitsch. Vom Ergebnis sei er daher umso fassungsloser gewesen.

Sein Chef habe gleich nach der Ergebnisverkündung eine E-Mail an alle Mitarbeiter gesendet und mitgeteilt, dass das Unternehmen nun am Prüfen sei, wie es weitergeht, erzählt Jellitsch. Der CEO werde aber "für jeden einzelnen kämpfen, falls notwendig - daher hoffe ich weiterhin".

Dass die Briten so klar für einen Brexit gestimmt haben, führt Jellitsch auf Ängste der Briten zurück: Ausländer, die den Einheimischen Jobs wegnähmen, kleine Firmen, die Ressentiments gegen Großkonzerne hätten. Dank Auslandserfahrungen und Internet hätten junge Menschen eine ganz andere Einstellung zur Internationalität als ältere Menschen - das könne man auch an den Wahlergebnissen ablesen.

Gar Mitleidsbekundungen im Büro hat Alina Eglhofer bekommen. "Ein bisschen bekommt man das Gefühl, hier herrscht die Meinung vor, ich müsste mich noch heute wieder in ein Flugzeug nach Hause setzen", schildert die 25-jährige Wienerin, die erst vor einer Woche nach London gekommen ist, um dort einen Job als Administrative Manager anzufangen.

Sie selbst weiß noch nicht recht, was sie vom Nein der Briten zur EU halten soll. "Mein Kopf hat sich da noch nicht ganz entschieden, er schwankt zwischen 'Wohnung in Wien doch behalten' und 'Jetzt erst recht für immer hierbleiben'."

Was Brexit beruflich für sie bedeutet, vermag sie freilich noch nicht abzuschätzen. "Hier weiß keiner, was jetzt passieren wird - weder die BBC noch dein Arbeitgeber", so Eglhofer. Ähnlich war aus ihrer Sicht die Stimmung in London: Üblicherweise wollten die Menschen in der City in der Früh einfach nur schnell in die Arbeit. "Heute wollten sie nicht schnell, heute war alles ein bisschen langsamer - Schockstarre nennt man das, denke ich."

Beim gestrigen Referendum sei es nicht um "remain" oder "leave" gegangen, sondern um "ich glaube an die EU" oder "ich bin unzufrieden", habe eine Arbeitskollegin treffend gemeint. "Gerade Engländer waren immer schon gut darin, Unmut sehr drastisch auszudrücken und die EU hat leider verabsäumt, diese Stimmung abzufangen", so Eglhofer.

"Black Friday. Eine Tragödie"

"Black Friday. Eine Tragödie. Ich bin schockiert." So reagierte am Freitag die Auslandsösterreicherin Katharina Korinek auf den Ausgang der EU-Austrittsvolksabstimmung in Großbritannien. Korinek lebt in South Somerset im Südwesten von England, einer agrarisch geprägten Region, die mehrheitlich für den Austritt aus der EU stimmte.

"Auf 10 Vote-Leave-Schilder am Straßenrand kam hier ein Vote-Remain-Schild", beschreibt Korinek, die als Marketing- und PR-Beauftragte auf einer Bio-Farm arbeitet, im Gespräch mit der APA die Stimmungslage am Land. "Ich fühle mich hier jetzt etwas unwillkommen. Eines der Hauptthemen der Kampagne war schließlich Migration." Von britischen Bekannten habe sie auf Facebook aber schon Zuspruch und Trost erhalten.

Die Konsequenzen für ihr Berufsleben bezeichnet die Österreicherin als ungewiss: "Ich mache mir Sorgen um unser Business. Wenn die Kunden weniger Geld für unsere Produkte ausgeben, Agrarsubventionen gestrichen werden, und es mit unseren Zahlen bergab geht, braucht man mich vielleicht nicht mehr."

"Der Frust über die Politik und ein starker Rechtsruck", sind für Korinek die ausschlagenden Gründe für das Votum. "Aber das ist in ganz Europa so. Das ist das gleiche wie bei Van der Bellen und Hofer. Das Land ist gespalten. Ich habe die Befürchtung und Sorge, dass sich jetzt ein Land nach dem anderen Großbritannien anschließt und Europa zerfällt. In Zeiten wie diesen sollten wir zusammenhalten und nicht auseinanderfallen."

Korinek fährt am Freitag mit britischen Freunden zum berühmten Glastonbury-Festival. "Jetzt hab ich eigentlich gar keine Lust. Ich würde mir am liebsten ein schwarzes Kleid anziehen und im Zelt bleiben."

"Triumph der Xenophobie und des Nationalismus an"

"Meine Freunde und Kollegen sehen das Ergebnis alle als einen Triumph der Xenophobie und des Nationalismus an", sagt der Salzburger Hubert Mayr, der seit fünf Jahren in London lebt und als Produktmanager im Computerspielbereich arbeitet, zum Votum der Briten für den EU-Austritt.

Seine Freunde und Kollegen in Großbritannien seien erst einmal schockiert und verwirrt, so der 30-Jährige. "Zusätzlich zu einem zerbröckelnden Europa sehen sie jetzt ein zwiegespaltenes Großbritannien. Das Gemeinsamkeitsgefühl ist weg."

Mayr kennt persönlich niemanden, der für den Austritt gestimmt hat. In seiner Nachbarschaft sei die Stimmung sehr gedrückt, die Mehrheit habe für den Verbleib Großbritanniens in der EU gestimmt. "Ich kenne persönlich auch einige Briten, die vor hatten, in den nächsten Jahren noch anderswo in Europa zu arbeiten. Das wird sich jetzt höchstwahrscheinlich um einiges schwieriger gestalten", denkt Mayr.

"Komplett perplex und ziemlich ahnungslos"

Mayr hätte nicht gedacht, dass ein Brexit überhaupt im Bereich des Möglichen liegt. "Bin komplett perplex und ziemlich ahnungslos, was das nun für mich persönlich bedeuten wird." Er ist gerade auf Heimaturlaub in Österreich und hat von seinem britischen Konto Euro abgehoben: "Der Wechselkurs war mal die erste spürbare Konsequenz."

Für das Vereinigte Königreich sieht der gebürtige Salzburger nun eine "ziemlich finstere Zukunft", wie er zur APA meinte. "Nordirland und Schottland haben ja auch mit einer Mehrheit für den Verbleib gestimmt - also ist jetzt anzunehmen, dass es dort zu neuen Abstimmungen über einen Austritt aus dem UK kommen wird. Das Ergebnis wird voraussichtlich nicht das gleiche sein wie beim letzten Versuch."

"Willkommene Inspiration für alle Rechtspopulisten Europas"

Nach Meinung Mayrs war das Referendum an sich eine "Schnapsidee". "Direkte Demokratie ist ja schön und gut, aber bei so einem komplexen Thema eine komplett uninformierte Bevölkerung zu befragen, ist für mich absoluter Irrsinn." Im Wahlkampf seien Informationen Mangelware gewesen. Das Angstschüren der Brexit-Kampagne war offensichtlich um einiges einfacher und vor allem wirkungsvoller als das verzweifelte Betteln der 'Bremain'- Fraktion", konstatiert Mayr. Der Brexit sei möglicherweise auch ein erster Schritt weg von einem vereinten Europa und eine "willkommene Inspiration für alle Rechtspopulisten Europas".

Ähnlich sieht es IT-Spezialist Markus Brunner, der in London für ein US-Unternehmen arbeitet. "Die weitreichende und komplexe Thematik hätte mehr Objektivität verdient als sie vom Ex-Bürgermeister Boris Johnson und Nigel Farage verpasst bekommen hat. Stattdessen wurden klassisch populistische Instrumente wie Nationalstolz und Emotion verwendet, um die Wähler zu überzeugen."

Der 27 Jahre alte gebürtige Burgenländer ist 2012 nach Schottland übersiedelt und lebt jetzt in der britischen Hauptstadt. Was Populismus betrifft, zieht Brunner auch Parallelen zu Österreich. "Die Immigrationswelle aus dem Nahen Osten, aber vor allem auch das Problemkind NHS (das öffentliche Gesundheitssystem Großbritanniens, Anm.) haben die öffentliche Debatte dominiert, und vor allem das Wählersegment jenseits von Akademikern und Fachkräften angetrieben - ähnlich wie man das in Österreich bereits gesehen hat."

"Die Stimmung heute auf dem Weg zur Arbeit glich einem Begräbnis"

Wie in ganz Europa gehe auch in England die Abstiegsangst um. "In der wirtschaftsstarken Region London hat die Mehrheit für den Verbleib gestimmt. In den historisch labour-dominierten ländlichen Regionen hat es dagegen eine herbe Niederlage für die Remain-Kampagne gesetzt", so Brunner. Die Londoner, so Brunner, hätten am Tag nach dem Referendum Trübsal geblasen. "Die Stimmung heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit glich fast einem Begräbnis, so etwas habe ich hier noch nicht erlebt." Obwohl momentan ein "Gefühl von Rückschritt" in der Luft sei und das Gemeinschaftsgefühl in England durch die Entscheidung sicherlich nicht gestärkt werde, plädiert Brunner dafür, nicht gleich alles überzubewerten und erst einmal abzuwarten, was verhandelt wird.

Er persönlich hofft, dass London ein starkes internationales Wirtschaftszentrum bleibt. "Ich bin im Burgenland aufgewachsen - einem Bundesland, von dem (von Oberwart aus) nicht einmal ein Zug nach Wien verkehrt. Perspektive ist das höchste Gut für die junge Generation, und die gibt es hier in London hoffentlich weiterhin."

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Briten in Österreich: "Angst vor Dominoeffekt"

Die Entscheidung werde sehr weite Kreise ziehen, meint etwa Kay Fisher, die seit 1998 in Österreich lebt und als Abteilungsleiterin arbeitet. Schottland drohe, sich abzuspalten, die Ruhe in Nordirland wackle womöglich. "Nun wollen vielleicht andere europäische Länder folgen und die ganzen Bemühungen von Jahrzehnten sind dahin. Ich habe Angst vor einem Dominoeffekt", fürchtet Fisher.

Sie verstehe zwar, dass viele Briten die Regierung für den harten Sparkurs abstrafen wollten. Persönlich ist sie aber enttäuscht vom Wahlergebnis und macht sich große Sorgen. Zusätzlich zur dräuenden politischen Unruhe "deuten die ersten Reaktionen der Finanzmärkte auch noch auf ein mögliches finanzielles Chaos hin".

Fisher sieht Millionen von Briten, die im EU-Ausland leben, genauso unmittelbar vom Brexit betroffen wie alle in Großbritannien lebenden EU-Ausländer. "Können wir bleiben? Unter welchen Auflagen? Wie ändern sich unsere Rechte? Es gibt noch keine Antworten. Das wird noch viele schlaflose Nächte bringen", fürchtet Fisher.

"Warum lernen wir nicht aus unseren Fehlern der Vergangenheit?", fragt sich Andrew Simpson-Parker. "Meine beiden Großväter haben im Zweiten Weltkrieg gekämpft, um aus Europa eine freie, unabhängige Gemeinschaft zu machen. Mit dem Votum für Brexit haben ihre Kinder und Enkel erneut den Nationalismus ganz oben auf die Polit-Agenda katapultiert - die unvermeidliche Folge ist Krieg", konstatiert der Kaufmann. "Das ist eine Lose-Lose-Situation für jeden in Europa."

"Komplett schockiert" ist Schauspieler Alan Burgon. Er sorgt sich um seine Familie, die in Großbritannien lebt. "Ich bin stolz, Schotte zu sein", denn in Schottland habe die überwiegende Mehrheit für den Verbleib Großbritanniens in der EU gestimmt.

Der 35-jährige Software-Entwickler Neil Ebrey hatte am Freitag erstmals ein Gefühl der Wertschätzung dafür, dass er als Brite in Wien in die Arbeit fahren kann. Gleichzeitig sei er enttäuscht gewesen, denn die künftige Generation von Briten werde wohl nicht mehr die gleiche Bewegungsfreiheit haben.

Unter Schock steht auch der Banker Garry March, der seit siebeneinhalb Jahren in Österreich lebt. "Aus finanzieller Sicht ist ein Brexit verrückt. Persönlich weiß ich nicht, was passieren wird."

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