Seit den 1990er Jahren ist Johannes W. in Südamerika Kaffeehändler

© /Privat

Ecuador/Kolumbien
10/30/2016

Aus Geiselhaft befreit: "Danke allen, die für mich gebetet haben"

Österreicher konnte nach acht Tagen Geiselhaft im Urwald von der Polizei befreit werden.

von Anna-Maria Bauer, Markus Foschum

Endlich wieder bei seiner Petra, endlich in Freiheit. Tränen rannen Johannes W. über die Wangen, als er seine Frau in die Arme schließen konnte. Nach acht Tagen Geiselhaft im tiefsten Urwald von Ecuador war der gebürtige Salzburger in der Nacht auf Samstag von einer Spezialeinheit der Polizei befreit worden.

Vor mehr als einer Woche hatte eine kriminelle Bande den Kaffeehändler von seiner Finca, die sich im Grenzgebiet von Kolumbien und Ecuador befindet, verschleppt. Die Bande wanderte mit ihm tief ins Amazonas-Gebiet und brachten ihn dort in einer Höhle unter, so die Kronen Zeitung. 350.000 Dollar Lösegeld forderten sie für die Freilassung.

Doch einer Spezialeinheit der Polizei gelang es, den Ort ausfindig zu machen und in einer Nacht-und-Regen-Aktion den Kaffeehändler zu befreien. Das berichtete Polizeichef Diego Mejia bei der Pressekonferenz in Quito, der Hauptstadt Ecuadors. Es sei der 18. Entführungsfall in Ecuador im heurigen Jahr. In sämtlichen Fällen konnten die Geisel befreit werden.

Liebe zum Land

Die österreichische Konsulin Veronique Gorris-Rabl, die ebenfalls bei der Pressekonferenz anwesend war, sprach der Spezialeinheit größten Dank aus. Johannes W.s Ehefrau Petra ergänzte: "Mir hat dieses Land vorher schon gefallen, aber jetzt liebe ich es noch viel mehr."

Der KURIER erreichte Johannes W., Sonntagnachmittag per eMail. Er sei überglücklich, aber noch etwas durch den Wind. Auf seiner Facebook-Seite schrieb er: "Ich danke der Spezialeinheit für die super-professionelle Aktion, meiner geliebten Petra für ihre Ausdauer, für die Unterstützung meiner Kinder und allen, die für mich gebetet haben und mir Kraft geschickt haben!"

Johannes W. war 1990 gemeinsam mit seiner Frau für einen dreijährigen Entwicklungshilfe-Einsatz nach Ecuador gekommen. Dort erwachte seine Leidenschaft für guten Kaffee – und er baute sich einen kleinen Kaffeehandel auf. Seine Produkte werden in verschiedenen Geschäften in ganz Österreich angeboten.

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