© EPA/Raphael Alves

Chronik Welt
01/15/2021

Wo hunderte Covid-Patienten auf ein Krankenhausbett warten

In Manaus, Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas, ist das Gesundheitssystem zusammengebrochen.

Das Gesundheitssystem in der Amazonas-Metropole Manaus ist erneut zusammengebrochen. "Wir befinden uns wieder in einer Ă€ußerst ernsten Situation", sagte der brasilianische Gesundheitsminister Eduardo Pazuello in einer Übertragung in sozialen Netzwerken zusammen mit PrĂ€sident Jair Bolsonaro.

"Es gibt einen Kollaps in der Gesundheitsversorgung in Manaus." Demnach warteten dort 480 Covid-19-Patienten auf ein Krankenhausbett.

Brasilien ist eines der am hĂ€rtesten von der Corona-Pandemie betroffenen LĂ€nder. Bislang haben sich in dem grĂ¶ĂŸten Land Lateinamerikas mehr als 8,3 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Mehr als 207.000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Manaus, die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, registrierte zuletzt die meisten Krankenhausaufenthalte im Zusammenhang mit Covid-19 seit April. Aufgrund dessen ging der Sauerstoff aus, Patienten mĂŒssen in andere Bundesstaaten geschickt werden.

Persönlichkeiten wie der Youtuber Felipe Neto oder der Fußballspieler Richarlison forderten in sozialen Netzwerken "OXIGÊNIO PARA MANAUS!" - Sauerstoff fĂŒr Manaus.

Auch die deutschen Bundesliga-Vereine Eintracht Frankfurt und der VfL Wolfsburg schlossen sich der Aktion an. Der BĂŒrgermeister von Manaus hatte zuletzt bereits angekĂŒndigt, mehr als 20.000 neue GrĂ€ber bereitzustellen. Der Gouverneur von Amanzonas kĂŒndigte eine Ausgangssperre an.

Manaus war auch in der ersten Welle schon eine der ersten brasilianischen StÀdte gewesen, in denen Gesundheitssystem und Bestattungswesen an ihre Grenzen gerieten und sich dramatische Szenen abspielten.

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