Ulva auf den Hebriden: Was auf den meisten Inseln fehlt, sind Infrastruktur und gute Arbeitsplätze

© APA/AFP/ANDY BUCHANAN

Chronik Welt
08/15/2021

Wer auf schottische Insel zieht, kriegt 60.000 Euro

Einsame Eilande sollen neu besiedelt werden, weil die jungen Menschen weggezogen sind.

von Susanne Bobek

Mit einem millionen-schweren Konjunkturprogramm, das Teil des britischen „National Islands Plan“ ist, will das Parlament in Edinburgh dafür sorgen, dass es mehr Menschen auf die bislang eher verlassenen schottischen Inseln im Atlantik und der Nordsee zieht.

Die ersten 100 Menschen unter 30 oder junge Familien, die sich für ein Häuschen auf einer der ausgewählten Inseln entscheiden, bekommen umgerechnet 58.687 Euro als Starthilfe. Sie müssen allerdings ganzjährig dort wohnen, also auch in den rauen, kalten und einsamen Wintern.

Die ausgewählten Inseln sind Argyll, Arran, Bute, Great Cumbrae, die Äußeren Hebriden mit den Inseln Lewis und Harris sowie Uist und Barra, das Orkney-Archipel, die Shetlandinseln oder die Insel Skye sowie die benachbarten Small Isles.

"Was fehlt, sind Chancen"

Zu Schottland gehören mehr als 90 bewohnte Inseln. Kritiker der Aktion meinen, dass die fünf Millionen Pfund in den Ausbau der Infrastruktur investiert hätten werden sollen. Denn: „Es mangelt nicht an Menschen, die auf die Inseln ziehen wollen, was fehlt, sind Chancen, sei es Wohnraum oder Arbeitsplätze“, sagte Kevin Morrison BBC, der 2016 mit seiner Frau auf die Insel Uist gezogen ist. Dafür hätten sie ihre Vollzeitjobs in Glasgow aufgegeben und zum Start nur einen Teilzeitjob bekommen.

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