Bienenschwarm-Attacke: Mutter und Zweijähriger über 300-mal gestochen
Mehr als 150 Bienenstiche pro Person: Eine Mutter und ihr zweijähriger Sohn wurden in Schottland von einem Bienenschwarm attackiert und schwer verletzt. (Symbolbild)
Rosie Kirkness und ihr zweijähriger Sohn Jamie wurden bei einem Spaziergang im schottischen Poolewe von einem Schwarm Bienen attackiert. Nach eigenen Angaben erlitten beide jeweils mehr als 150 Bienenstiche und mussten mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden.
Der traumatische Vorfall ereignete sich laut The Times bereits Ende Juni vergangenen Jahres. Bekannt wurde der Fall jedoch erst rund ein Jahr später, nachdem die Familie strengere Sicherheitsvorschriften für Bienenstöcke in der Nähe öffentlicher Wege gefordert hatte.
Mutter und Sohn von Bienenschwarm angegriffen
Kirkness war damals gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn in den schottischen Highlands unterwegs. Wie The Sun berichtete, trat die Frau zur Seite, als sie bemerkte, dass sich ein Auto näherte. Was sie nicht wusste: In dem Fahrzeug saßen Imker, die auf dem Weg zu Arbeiten an ihren Bienenstöcken waren, die sich in der Nähe des Straßenrands befunden haben sollen.
Nur wenige Augenblicke später spürte Kirkness etwas in ihren Haaren, das sie zunächst für eine Fliege hielt. Kurz darauf war ihr ganzer Arm mit Bienen übersät. Offenbar waren die Tiere durch die Arbeiten an den Bienenstöcken aufgescheucht worden.
Dutzende Stiche: Mutter brach zusammen
Daraufhin rannte die Mutter voller Panik los, um die aufgebrachten Insekten von ihrem Sohn fernzuhalten. Doch wenig später ging der Bienenschwarm auch auf den Zweijährigen los und stach dutzende Male zu. Kirkness brach infolge der Stiche zusammen, schaffte es aber dennoch, sich und ihren Sohn zu einem nahegelegenen Haus zu schleppen. Dort kam ihnen der Bewohner zu Hilfe und alarmierte den Rettungsdienst.
Kleinkind erbrach Bienen
Nach Angaben des US-Magazins People spülten sich Kirkness und ihr Sohn die restlichen Bienen unter der Dusche vom Körper. Als die Sanitäter die Adresse erreichten, erbrach das Kleinkind mehrere Bienen, die in seinen Mund- und Rachenraum gelangt waren. Anschließend wurden Mutter und Sohn mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.
In der Notaufnahme behandelten Ärzte sie unter anderem wegen Nierenproblemen, Krämpfen sowie Schwellungen. Zudem wurde sowohl bei der Mutter als auch bei ihrem Sohn eine schwere posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert.
Nach Bienen-Attacke: Petition im schottischen Parlament
Rosie Kirkness“ Mutter Susan reichte im Juli 2026 eine Petition im schottischen Parlament ein. Darin fordert sie, Bienenstöcke im öffentlichen Raum so lange zu verbieten, bis neue Sicherheitsvorschriften in Kraft treten. Zudem spricht sie sich für klare gesetzliche Regelungen aus. Unter anderem verlangt sie, dass künftig Sicherheitshinweise verpflichtend angebracht werden, wenn Imker im öffentlichen Raum an ihren Bienenstöcken arbeiten.
Ihr Vorwurf: Der Imker habe damals ohne Warnschilder oder Absperrungen an den Bienenstöcken gearbeitet. „Als die Bienen gestört wurden, reagierten sie aggressiv und schwärmten aus“, erklärte Susan Kirkness. Mit ihrer Petition hofft sie nun, ähnliche Vorfälle künftig verhindern zu können.
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