Vermisst in den Karpaten: Bub (5) überlebt 2 Tage allein in der Wildnis
In Rumänien wurde ein fünfjähriger Junge lebend gefunden, nachdem er drei Tage lang in der Wildnis der Karpaten als vermisst galt. (Symbolbild)
Seit Montag, dem 11. Mai, fehlte jede Spur des fünfjährigen Toma-Alexandru Zerestea. Hunderte Einsatzkräfte suchten fieberhaft nach dem Kind, das in den rumänischen Karpaten verschwunden war, einem Gebiet, das für dichte Wälder, niedrige Nachttemperaturen und Wildtiere wie Bären und Wölfe bekannt ist.
Rund zwei Tage nach seinem Verschwinden konnte der Bub lebend gefunden werden.
Bub (5) lief in Wald und verschwand spurlos
Wie der rumänische Nachrichtensender Antena 3 CNN berichtet, befand sich der Fünfjährige am Montagnachmittag in Begleitung seines Vaters, Toma Zerestea, in der Nähe eines Bauernhofs am Waldrand des Dorfes Sebeșu de Jos (Landkreis Sibiu), als er aus bislang unbekannten Gründen ins Gebüsch lief und wie vom Erdboden verschluckt war.
Laut The Mirror war der Vater zu diesem Zeitpunkt mit Reparaturarbeiten an einem Elektrozaun beschäftigt, als sein Sohn weglief und sich in dem angrenzenden dichten Waldgebiet verirrte.
Rettungsaktion dauerte über 40 Stunden
Als Alexandru auch nach einiger Zeit nicht aufgefunden werden konnte, alarmierte der Vater die Polizei. Daraufhin startete eine großangelegte Suchaktion mit zahlreichen Einsatzkräften, darunter auch Soldaten, die mit Suchhunden, Drohnen und Wärmebildkameras das unübersichtliche Gebirgsgelände absuchten.
Nach einer über 40-stündigen Suche konnte der Bub am 13. Mai gegen 13 Uhr von Stabsfeldwebel Mihail Soare aus einem Black-Hawk-Hubschrauber der Luftfahrtbehörde des Innenministeriums entdeckt werden. Soare ließ sich daraufhin in das Waldgebiet abseilen und blieb bei dem Fünfjährigen, bis weitere Einsatzkräfte eintrafen. "Das war ein sehr emotionaler Moment. Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas erleben würde. Ich habe selbst zwei Kinder. Ich war zutiefst bewegt", erinnerte er sich.
Der Bub, der sich rund 2,4 Kilometer vom Ort des Verschwindens entfernt befand, war ansprechbar und hatte offenbar zwischen den Bäumen Schutz gesucht.
Vater habe "vor Glück gezittert"
Wie der Nachrichtensender Antena 3 CNN weiter berichtet, wurde der unterkühlte und erschöpfte Bub umgehend ins Krankenhaus gebracht, wo eine Lungenentzündung diagnostiziert wurde. Den Ärzten zufolge sei sein Zustand jedoch stabil und die Genesung verlaufe vielversprechend.
Sein Vater gab an, er habe "vor Glück gezittert", als die Familie wieder vereint war. Er bedankte sich "von ganzem Herzen" bei den Einsatzkräften.
Auf die Frage, was sein Sohn in der Zeit allein im Wald erlebt habe, erklärte Zerestea: "Er hat mir nichts erzählt. Wir wollen ihn nicht wieder mit dem Erlebten in Verbindung bringen. Vielleicht später. Wir konzentrieren uns jetzt auf etwas anderes, nicht auf das, was er dort durchgemacht hat. Nur er weiß, was er durchgemacht hat: Angst, Angst."
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