USA

Bewaffneter fährt mit Lkw in US-Synagoge – Angreifer tot

Noch keine Angaben zum Motiv. Israelischer Außenminister Gideon Saar "schockiert".
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Zusammenfassung

  • Ein Bewaffneter fuhr mit einem Lkw in die Synagoge Temple Israel bei Detroit, der Angreifer wurde getötet, das Motiv ist noch unklar.
  • Mehrere Sicherheitskräfte wurden verletzt, das Gebäude stand in Flammen, Kinder und Mitarbeiter blieben unverletzt.
  • Politiker und Vertreter aus den USA und Israel zeigten sich schockiert und verurteilten den Angriff scharf.

Nach der Fahrt eines Lkw in eine Synagoge in den USA ermittelt die Bundespolizei FBI wegen des Verdachts eines gezielten Gewaltakts gegen die jüdische Gemeinschaft. Das FBI gab außerdem bekannt, dass die Person, die an dem Vorfall beteiligt war, tot sei. Man könne zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen über sie oder ein Motiv geben, hieß es zugleich.

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der US-Großstadt Detroit im Bundesstaat Michigan. Eine Person fuhr laut Polizei mit einem Fahrzeug in die Synagoge in der Stadt West Bloomfield. Sicherheitspersonal habe danach das Feuer eröffnet, sagte der örtliche Sheriff kurz nach dem Vorfall.

Ein Sicherheitsbeamter wurde laut Polizeiangaben vom Abend ins Krankenhaus gebracht, weil er vom Auto erfasst worden sei. 30 Beamte seien zudem wegen Rauchvergiftung ebenfalls im Krankenhaus. Das Gebäude habe in Flammen gestanden. Kinder und Mitarbeiter, die sich in der Synagoge befanden, seien nicht verletzt worden.

Vorfall laut Trump "unfassbar"

Unterdessen drückte US-Präsident Donald Trump sein Bedauern über den Vorfall aus. Der Republikaner sagte in Washington: "Es ist absolut unfassbar, dass so etwas passiert." Er schicke Liebe an die jüdische Gemeinschaft in Michigan und an alle Menschen in Detroit. Er sei über den Angriff vollständig informiert worden. Man werde der Sache auf den Grund gehen, kündigte der Präsident an.

FBI-Chef Kash Patel schrieb auf X, auch die Bundespolizei sei vor Ort im Einsatz. Der jüdische Verband von Detroit rief seine Mitglieder auf, dem Gelände fernzubleiben. Die Gouverneurin von Michigan, Gretchen Whitmer, verurteilte den Angriff auf die Synagoge namens Temple Israel scharf. "Die jüdische Gemeinde von Michigan sollte in Frieden leben und ihren Glauben ausüben können", sagte sie.

Israelischer Außenminister Saar "schockiert"

Der israelische Außenminister Gideon Saar äußerte sich "schockiert über den Angriff". Die Regierung stehe in Kontakt mit der jüdischen Gemeinde und den örtlichen Behörden. "Antisemitismus darf niemals wieder sein hässliches Haupt erheben", sagte Saar.

Die Reformsynagoge Temple Israel gilt als eine der größten der USA und zählt nach Angaben von US-Medien rund 12.000 Mitglieder. Sie umfasst unter anderem eine Vorschule und eine Religionsschule.

In Nordamerika hatte es zuletzt zahlreiche Angriffe auf jüdische Gotteshäuser gegeben. Alleine in der kanadischen Wirtschaftsmetropole Toronto gab es in den vergangenen Wochen drei Schusswaffenvorfälle.

Der frühere US-Botschafter in Israel, Tom Nides, sagte Fox News: "Antisemitismus und Hass wachsen an." Er verwies dabei auf den Iran-Krieg. Zwar sei das Motiv des Angreifers oder der Angreiferin auf die Synagoge nicht bekannt. "Aber wir wissen, dass wir uns gerade deshalb in dieser veränderten Situation befinden, weil im Iran ein Krieg stattfindet und die Vereinigten Staaten und Israel auf einer Seite stehen", betonte Nides, der von 2021 bis 2023 Botschafter war.

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