© APA/AFP/MIGUEL MEDINA

Chronik Welt
07/14/2020

Transsexuelles Bikini-Modell: "Danke, dass ihr versteht, dass ich ein Mensch bin"

Mit dem LGBT-Model Valentina Sampaio sorgt „Sports Illustrated“ mit seiner Bikini-Nummer für Aufregung - nicht zum ersten Mal

von Konrad Kramar

Es ist seit Jahrzehnten eines der großen Ereignisse in der Welt der Hochglanzmagazine. Die US-Illustrierte Sports Illustrated veröffentlicht ihre alljährliche Bikini-Nummer, in der Top-Models und prominente Sportler Bademode präsentieren, selbstverständlich in Szene gesetzt von den besten Fotografen der Modewelt.

Persönliche Botschaft

Im Jahr der Corona-Pandemie überrascht das Magazin nicht nur mit einem verspäteten Datum der Veröffentlichung - traditionell erscheint man im Mai - sondern bricht auch ein Tabu. Mit der Brasilianerin Valentina Sampaio hat man erstmals ein transsexuelles Model für die Präsentation eines Bikinis engagiert.

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Sampaio, die zuvor schon auf dem Cover der Vogue abgebildet war, richtet sich in der Ausgabe in einem persönlichen Schreiben an die Leser und die Herausgeber des Magazins: „Danke, vor allem anderen dafür, dass ihr versteht, dass ich ein Mensch bin. Danke, dass ihr mich dabei unterstützt, weiterhin meine Botschaft zu verbreiten, von Liebe, Mitgefühl und Gemeinsamkeit für alle.“

Höchste Mordrate

Sampaio erzählt auch von ihrer Kindheit in einem ärmlichen Fischerdorf in Brasilien, aber auch darüber, dass ihr Heimatland die höchste Rate an Gewaltverbrechen und Morden an LGBT-Menschen aufweist: „Wir sind konfrontiert mit Gelächter, Beleidigungen, furchteinflößenden Gesten und körperlichen Misshandlungen, allein dafür, dass wir existieren.“

Nicht der erste Aufreger

Es ist nicht das erste Mal, dass Sports Illustrated mit seiner Bikini-Nummer für Aufregung, oder zumindest Aufsehen sorgt. So etwa als mit Tyra Banks 1996 erstmals eine Afroamerikanerin auf dem Cover war.

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Popdiva Beyonce war 2007 das erste Covergirl, dass weder ein professionelles Model noch eine Spitzensportlerin war. Als einzige Spitzensportlerin war Skirennfahrerin Lindsey Vonn sogar in drei Ausgaben der Bikini-Nummer. Das meiste Aufsehen zog die Amerikanerin 2016 auf sich, als sie ohne Bikini, sondern lediglich mit Bodypaint verziert posierte. 14 Stunden habe die quälende Prozedur gedauert, erzählte Vonn später.

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Ein Jahr zuvor gab es einen Skandal um das Coverbild mit dem Model Hannah Davis. Das Bikini-Unterteil der 24-Jährigen war dermaßen weit nach unten gerückt worden, dass es viele Leser und auch Modeexperten als obszön und billig empfanden.

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