© APA/AFP/MIGUEL MEDINA

Chronik Welt
02/12/2020

Sieben Pumpen sollen den Markusplatz vor Flutwellen schützen

Venedig wappnet sich vor neuem Hochwasser. Das System MOSE soll 2021 in Betrieb gehen.

Die Stadt Venedig feilt an einem ambitionierten Projekt, um den Markusplatz vor neuen Flutwellen zu schützen. Als zusätzlichen Schutz zum MOSE, dem mobilen Dammsystem, das Ende 2021 in Betrieb gehen sollte, wurde der Gemeinde Venedig ein Plan aus einem innovativen Pumpensystem und mobilen Barrieren vorgestellt, die den Markusplatz bei Hochwasser bis zu 110 Zentimeter schützen sollen.

30 Mio. Euro kostet schätzungsweise das Projekt, das jetzt von der Gemeinde Venedig und den Behörden für Denkmalschutz geprüft werden muss, berichtet die Tageszeitung „La Nuova Venezia“. Die Arbeiten sollen so organisiert werden, dass wenig Unannehmlichkeiten für Touristen entstehen sollen.

Sieben Pumpen, die pro Sekunde bis zu 700 Liter Wasser wegspülen können, sind geplant.
Nach dem verheerenden Hochwasser im November plant die Gemeinde Venedig auch Maßnahmen zum Schutz des Markusdoms. Ein Gürtel von Glasplatten soll die wertvollen Mosaiken und die Krypta künftig vor Flutwellen schützen. Die 1,2 Meter hohen Platten vor der Basilika sollen rund 3,5 Mio. Euro kosten und bis kommendem Herbst installiert werden.

Nachdem Hochwasser im November die Markusbasilika überschwemmt hatte und Salzwasser in die Krypta und das Presbyterium des Markusdoms eindrang, wurden einige Bodenmosaike beschädigt. Manche Mosaik-Steine lösten sich. Auch einige Marmorsäulen wurden zum Teil beschädigt.
In der Nacht auf den 13. November war das Wasser in Venedig - angetrieben durch starken Schirokko-Wind - auf 187 Zentimeter über dem Meeresspiegel gestiegen. Das war der höchste Wert seit der verheerenden Überschwemmung im Jahr 1966, als 194 Zentimeter erreicht wurden, teilte die Kommune mit. Danach gab es weitere zwei Flutwellen in den darauf folgenden Tagen.

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