© EPA/ANDREA MEROLA

Chronik Welt
06/05/2020

Seltenes Hochwasser im Juni: Markusplatz unter Wasser

Hochwasser ist in Venedig vor allem im Herbst und Winter üblich.

Seltenes Hochwasser im Juni: Eine ungewöhnliche Wetterlage hat Teile Venedigs unter Wasser gesetzt. Das Hochwasser stieg in der Nacht auf Freitag auf 116 Zentimeter über den normalen Meeresspiegel, teilte die Kommune mit. Der Markusplatz stand somit auch unter Wasser, er ist nämlich der tiefste Punkt der Stadt.

Hochwasser ist in Venedig vor allem im Herbst und Winter üblich, aber auch im Juni kommt es durchaus vor. So flutete das Wasser zuletzt im Juni 2016 und 2002 Teile der UNESCO-Stadt. Im vergangenen November hatte ein Hochwasser verheerende Schäden angerichtet. Damals stand das Wasser 187 Zentimeter über Normalnull.

Besucher kehren langsam zurück

Der Tourismus in Venedig ist wegen der Coronakrise komplett zum Erliegen gekommen, erst langsam kehren die ersten Besucher zurück. Seit 3. Juni dürfen auch EU-Bürger wieder nach Italien einreisen. Und gleich machten zwei Besucher - vermutlich Deutsche - Schlagzeilen, die diese Woche laut italienischer Medien in den Canal Grande gesprungen waren und unter der Rialto-Brücke durchschwammen. Das ist verboten und wird mit hohen Strafen geahndet.

Bürgermeister Luigi Brugnaro hatte bereits am 31. Mai, noch bevor die italienischen Grenzen aufgingen, viele deutsche Touristen gezählt. "Zusammen mit einem Haufen anderer Leute sind unglaublicherweise auch 200 Deutsche angekommen. Fragt mich nicht, wie sie das geschafft haben, aber sie sind hier. Die Deutschen hält keiner auf", sagte er in einem TV-Interview.

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