Die Pariser beteten für ihre Notre-Dame

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Chronik Welt
04/15/2019

Drama von Notre-Dame: "Es tut weh, diese Bilder zu sehen"

Bundespräsident Alexander Van der Bellen spricht von "verstörenden Bildern aus Paris".

Der französiche Präsident Emmanuel Macron sollte Montagabend eigentlich eine international erwartete Rede zu den sogenannten Gelbwesten halten. Doch zur Rede kam es nicht. Macron reiste gemeinsam mit seiner Frau zu dem in Flammen stehenden Pariser Wahrzeichen Notre-Dame. "Ich bin traurig, diesen Teil von uns brennen zu sein", schrieb er.

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo sprach von einem "schrecklichen Zwischenfall" und bat die Pariser, den Sicherheitsbereich zu beachten.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen meldete sich Montagabend via Twitter zu den Flammen in der Pariser Kathedrale Notre Dame. "Wir sind heute in Gedanken in Paris" ließ er über den Kurznachrichtendienst wissen wissen.

Auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) meldete sich zur Tragödie via Twitter zu Wort. Notre Dame sei "eines der schönsten Bauwerke der französischen Geschichte". "Wir hoffen, dass kein Mensch verletzt ist. Unsere Gedanken sind in Paris." Ähnlich äußerten sich auch Vizekanzler Heinz-Christian Strache, Außenministerin Karin Kneissl (beide FPÖ) und SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner.

Kardinal Christoph Schönborn zeigte sich Montagabend "tief erschüttert", Notre Dame sei das "Herz von Paris. Alle müssen mithelfen, Notre Dame wieder aufzubauen." Notre-Dame sei der Urtyp eine gotischen Kirche. Der Brand sei "zum Weinen", sagte Schönborn in der ZiB2. 

Bilder von der brennenden Kathedrale

Die Deutsche Kanzlerin Angela Merkel ließ Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter ihre Anteilnahme verkünden: "Es tut weh, diese schrecklichen Bilder der brennenden Notre Dame zu sehen. Notre Dame ist ein Symbol Frankreichs und unserer europäischen Kultur."

Auch US-Präsident Donald Trump ließ das Feuer auf der weltberühmten Kirche nicht unkommentiert. Via Twitter schlug er den Franzosen vor, doch Löschflugzeuge zu verwenden.

Doch das dürfte laut französischen Medienberichten nicht möglich sein: Die Wassermassen, die die Löschflugzeuge ablassen (bis zu 6 Tonnen), könnten weitere verheerende Schäden anrichten, so die Befürchtung.

Fire at Notre Dame Cathedral in Paris

Londons Bürgermeister Sadiq Khan sprach von "herzzerreißenden Szenen" und versprach Paris Freundschaft - "always".

Kanadas Premierminister Justin Trudeau schrieb: "Wir denken an unsere französichen Freunde, die gegen diese verheerende Brandkatastrophe kämpfen."