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In 9.100 Metern Flughöhe: Passagier (36) versucht, Notausgang aufzureißen

Ein Passagier versuchte auf einem Flug nach Indien, den Notausgang zu öffnen. Nun ermittelt die Polizei wegen versuchten Mordes.
leere Sitz in einem Flugzeug neben einem Notausgang

Ein Passagier versuchte am 5. August auf dem Batik-Air-Flug OD 231 von Kuala Lumpur (Malaysia) nach Kochi (Indien), in rund 9.100 Metern Flughöhe den Notausgang gewaltsam zu öffnen. Videos des Vorfalls kursieren in den sozialen Medien. 

Der 36-Jährige wurde nach der Landung festgenommen. Die Polizei hat die Vorwürfe gegen ihn mittlerweile ausgeweitet und ermittelt nun auch wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Das geht aus Berichten des Deccan Chronicle und der Times of India hervor.

Passagier beschädigte Scheibe und Notausgang

Demnach soll sich der verdächtige Passagier mit indischer Staatsbürgerschaft, der in Malaysia arbeitet, am Mittwochabend auf der Heimreise befunden haben, als er versucht habe, die Notausgangstür zu öffnen. Zu diesem Zeitpunkt soll die Maschine laut GB News eine Flughöhe von 30.000 Fuß (rund 9.100 Meter) erreicht haben. Ein Beamter der Flughafenpolizei Kochi berichtete: „Der Vorfall ereignete sich zwischen 21.30 Uhr und 23.00 Uhr in der Luft. Jamsheer saß auf Platz 12A. Ohne jegliche Provokation versuchte er, den Notausgang zu öffnen und beschädigte dabei die Fensterscheibe.“ 

Mitreisende und Crew-Mitglieder gerieten daraufhin in Panik und versuchten, den 36-Jährigen von seinem Vorhaben abzuhalten. Der Passagier soll ihnen dabei gedroht haben. Schließlich gelang es ihnen jedoch, den Mann zu überwältigen und unter Kontrolle zu bringen.

Trotz Schäden: Maschine konnte sicher landen

Laut dem Nachrichtenportal Onmanorama landete die Maschine trotz der sichtbaren Schäden an der Kunststoffinnenausstattung der Notausgangstüre sicher auf dem internationalen Flughafen Kochin. Dort nahm ihn die Central Industrial Security Force (CISF), die für die Flughafensicherheit zuständig ist, in Gewahrsam und übergab ihn anschlließend der Polizei.

Warum wollte der Passagier den Notausgang öffnen?

Auf die Frage, warum er versucht habe, den Notausgang aufzureißen, erklärte ein Polizeibeamte laut Indian Express: „Er sagte, er habe in diesem Moment das Bedürfnis dazu verspürt. Es war nicht so, als hätte er seinen Job verloren (und wäre deswegen frustriert gewesen). Er sagte, er käme nach Hause, um sein Neugeborenes zu sehen.“

Spekulationen über einen möglichen Alkoholeinfluss oder eine psychische Episode konnten die Ermittler nach ersten Erkenntnissen nicht bestätigen. „Er hat offenbar keinen Alkohol konsumiert. Derzeit gehen wir auch nicht von psychischen Problemen aus, dies muss aber noch bestätigt werden. Die Ermittlungen laufen“, sagte der Beamte laut Onmanorama.

Vorwurf des versuchten Mordes

Gegenüber dem Deccan Chronicle erklärte ein Polizeibeamter, dass ein Antrag auf Durchführung eines Tests zur Feststellung seines psychischen Zustands gestellt wurde. Zudem wurde der Vorwurf des versuchten Mordes erhoben. Zur Begründung hieß es, die Handlung des Beschuldigten hätte das Leben der anderen Passagiere an Bord gefährden können.

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