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Mallorca-Flug abgebrochen: Verdächtiger Name löste FBI-Einsatz aus

Ein Überseeflug von Newark nach Palma de Mallorca musste umkehren, nachdem ein Bluetooth-Gerät mit dem Namen "Bomb" an Bord für Aufsehen sorgte.
Weiß-blaues Flugzeug der Fluglinie United

Ein Überseeflug von Newark im US-Bundesstaat New Jersey nach Palma de Mallorca sah sich zur Umkehr gezwungen, nachdem ein Bluetooth-Gerät eines Passagiers unter dem Namen "Bomb" (deutsch: Bombe) angezeigt wurde. Da der Reisende das Gerät trotz Aufforderung der Besatzung nicht deaktiviert hatte, entschied sich die Crew zur Rückkehr. Bei der Landung warteten bereits FBI-Ermittler am Rollfeld.

Bluetooth-Gerät mit dem Namen "Bomb" 

Betroffen war der United-Airlines-Flug 236 vom Samstag, dem 30. Mai, der laut The Guardian gegen 18 Uhr startete. Die Maschine befand sich bereits etwas länger in der Luft, als jemand an Bord ein Bluetooth-Gerät mit der beunruhigenden Bezeichnung "Bomb" in der Liste der verfügbaren Verbindungen bemerkte und unverzüglich die Crew informierte. Diese Information mit dem konkreten Gerätenamen wurde durch Passagiere verbreitet, nicht durch die Fluglinie selbst.

Crew droht mit Umkehr des Flugzeugs

Mehrere Passagiere schilderten die Vorfälle später in sozialen Netzwerken wie TikTok oder Reddit. Ihren Angaben zufolge forderte eine Flugbegleiterin die Passagiere per Borddurchsage auf, Bluetooth umgehend zu deaktivieren. Andernfalls müsse das Flugzeug umkehren. "Sie sagte, dies sei eine Anweisung der Zentrale in Chicago. Die Anweisung wurde mehrmals wiederholt, schließlich wurde eine letzte Warnung ausgesprochen", schrieb ein Reddit-User.

"Mögliche Bombendrohung" 

Eine TikTok-Nutzerin berichtete, dass die Maschine aufgrund einer "möglichen Bombendrohung" umkehren muss. "Es gibt ein aktives Bluetooth-Netzwerk mit der Bezeichnung 'BOMB', das weiterhin sichtbar ist, obwohl alle Passagiere aufgefordert wurden, sämtliche Bluetooth-Verbindungen auf ihren Geräten auszuschalten. [...] Die Crew versichert uns weiterhin, dass sie von einem 'egoistischen Scherz“' ausgeht, dass aber alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden müssen, um kein Risiko einzugehen", erklärte sie. 

Das Ganze hat sich angefühlt wie ein "Fiebertraum."

In einem Mitschnitt der Flugsicherung, der von der Plattform LiveATC veröffentlicht wurde, hieß es, dass ein Passagier an Bord des Fluges einen Bluetooth-Lautsprecher hatte, dessen Name auf ein "vierbuchstabiges Wort" eingestellt war. Da es sich dabei um ein potenzielles Sicherheitsrisiko handelt, sind Fluggesellschaften und Sicherheitsbehörden verpflichtet, rasch zu handeln.

Als die betroffene Bluetooth-Verbindung auch nach mehrmaliger Aufforderung der Besatzung nicht deaktiviert wurde, entschied man sich zur Umkehr. Laut The Guardian befanden sich 190 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder an Bord der 767. Nach der Rückkehr in Newark mussten die Reisenden umgehend das Flugzeug verlassen, anschließend wurde es von den Sicherheitsbehörden untersucht. Videos, die in den sozialen Netzwerken kursieren, zeigen, dass FBI-Ermittler bereits auf dem Rollfeld auf die Maschine warteten.

Fast 10 Stunden Verspätung

Wie The New York Post berichtet, soll die Bezeichnung "Bomb" von einem Teenager für sein Bluetooth-Gerät vergeben worden sein. Ob der Vorfall für den Jugendlichen oder seine Eltern rechtliche Folgen hat, ist bislang unklar. Erst Stunden später konnte die Maschine ihren Flug fortsetzen. Die Passagiere erreichten Palma de Mallorca schließlich mit einer Verspätung von fast zehn Stunden.

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