Alleinerziehende Mutter (42) rettet fremden Buben vor Ertrinken – und stirbt später
Tragischer Unfall im US-Bundesstaat Kentucky: Eine dreifache Mutter rettet ein Kind vor dem Ertrinken und stirbt später an den Folgen des Badeunfalls. (Symbolbild)
Die dreifache Mutter Sarah Jo Reeder (42) verlor ihr Leben, nachdem sie versucht hatte, einen fremden Buben vor dem Ertrinken in einem Bach im Phil Moore Park im US-Bundesstaat Kentucky zu retten.
Bub droht zu ertrinken: Dreifachmutter eilt zu Hilfe
Wie der US-Sender WBKO News berichtet, ereignete sich der Vorfall am Freitagabend, dem 12. Juni. Melissa Donovan, eine langjährige Freundin der Verstorbenen, schilderte, dass die 42-Jährige mit ihren Kindern einen Ausflug in den Park gemacht hatte. Als sie bemerkte, dass ein fremder Bub in den Drakes Creek gefallen war und zu ertrinken drohte, lief sie zum Ufer.
"Sie ging ins Wasser, um den Jungen zu retten, und er zog sie schließlich beim Versuch, wieder aufzutauchen, unter Wasser", berichtete Donovan. Eine Stand-up-Paddlerin erreichte die beiden und zog sowohl Reeder als auch das Kind aus dem Wasser.
Retterin verstirbt im Krankenhaus
Der Bub überlebte bei dem Unfall. Bei der 42-Jährigen mussten sofort Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt werden, bis die Rettungskräfte am Unfallort eintrafen. In einem kritischen Zustand wurde sie ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht. Wenige Stunden später starb sie dort laut The New York Post an den Folgen eines Sauerstoffmangels im Gehirn.
Sarah Jo Reeder war bei Freunden und Familie für ihre außergewöhnliche Hilfsbereitschaft und Zivilcourage bekannt. "Sie wäre in ein brennendes Gebäude gerannt, um irgendjemanden zu retten", sagte Ashley Flowers, eine enge Freundin der Familie, gegenüber WBKO News.
Gefährliche Strömungen in Bächen
Ihre Jugendfreundin Donovan warnte vor den Gefahren, die in dem beliebten Gewässer lauern: "Jemand fällt ins Wasser, jemand wird von der Strömung mitgerissen. Das passiert hier jedes Jahr, und jedes Jahr wird darüber gesprochen, wie jemand vor dem Ertrinken oder vor dem Abtreiben gerettet wurde", erklärte sie.
Donovan setzt sich deshalb dafür ein, dass künftig Rettungsschwimmer mit Sicherungsseilen am Bach im Einsatz sind: "Zu ihrem Gedenken würde ich mir wünschen".
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