Kunde stirbt im Supermarkt: Leiche mit Einkaufswagen abgeschirmt
Die Leiche lag für mehrere Stunden in den Gängen eines Vons-Supermarktes in Los Angeles und wurde lediglich mit Einkaufswagen und Regenschirmen abgedeckt. (Symbolbild)
Am 5. Juli ereignete sich in der Backwaren-Abteilung des US-amerikanischen Supermarkts Vons ein Todesfall. In der Filiale im Stadtteil Granada Hills in Los Angeles erlitt ein Kunde einen medizinischen Notfall und verstarb trotz umgehend eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen noch am Ort des Geschehens. Sein Leichnam lag anschließend rund vier Stunden zwischen den Regalen, während das Geschäft weiterhin für Kundinnen und Kunden geöffnet blieb.
Kunde stirbt im Supermarkt
Wie CBS News berichtet, haben Paszion Horner-Smith, die an dem Tag des Vorfalls als Aufsichtskraft in dem Supermarkt arbeitete, sowie ein weiterer Mitarbeiter eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt, nachdem der Kunde im Gang mit den Backwaren zusammengebrochen war. Doch die Wiederbelebungsversuche blieben jedoch erfolglos. „So etwas ist mir in meinen 27 Jahren, die ich für das Unternehmen arbeite, noch nie begegnet oder damit zu tun gehabt“, so Horner-Smith gegenüber dem US-Nachrichtensender.
Leiche mit Regenschirmen und Einkaufswägen abgeschirmt
Auf Nachfrage bei der Zentrale, wie sie weiter vorgehen sollten, erhielten sie die Anweisung, die Leiche mit Regenschirmen und Einkaufswagen abzuschirmen und provisorisch abzudecken. Es gab demnach keine Aufforderung, den Laden zu schließen. „Ich wurde von jemandem aus der Konzernzentrale angerufen, der die Kameras beobachtet und mir sagt, ich müsse die Leiche mit Einkaufswägen absperren“, erinnert sich die Mitarbeiterin.
Kurz nach 19.00 Uhr wurde die Feuerwehr von Los Angeles zum Einsatzort gerufen. Den Rettungskräften wurde ein Herzstillstand gemeldet.
Angehörige saßen vier Stunden im Geschäft neben Verstorbenem
Nach seinem Tod verblieb der Verstorbene nach Angaben von Mitarbeitern noch mehrere Stunden im Markt, ehe ein Bestattungsunternehmen ihn schließlich abholte. Währenddessen gingen Kundinnen und Kunden weiterhin einkaufen, während sich der Leichnam zwischen den Regalen befand. „Die arme Familie. Sie konnten ihren geliebten Menschen nicht einmal sehen. Sie konnten ihn nicht berühren. Sie saßen vier Stunden lang in dem Geschäft, während andere Menschen weiter einkauften, direkt neben ihrem verstorbenen Angehörigen“, so Horner-Smith gegenüber CBS News.
Zugleich appelliert sie an die Geschäftsführung, ihre Richtlinien für den Umgang mit solchen Vorfällen zu überarbeiten: „Diese Situation ist nur ein Beispiel für diese gefühllose Haltung gegenüber den Bedürfnissen der Arbeiter. [...] Sie brauchen eine Art Richtlinie für den Fall, dass jemand im Laden stirbt. Das hätte nicht passieren dürfen.“
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