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Waldbrände in Kroatien: Was Urlauber jetzt wissen müssen

In Kroatien stabilisiert sich die Lage in der Gegend um Omiš langsam. Urlauber müssen jedoch weiterhin mit Einschränkungen im Straßenverkehr rechnen.
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Beim Waldbrand in der Nacht vom 13. auf den 14. August wurden in der Gegend um Lokva Rogoznica und Omiš 106 Fahrzeuge, rund 30 Häuser, mehrere Gastronomiebetriebe und 45 Boote verwüstet. Das Ausmaß der Schäden an landwirtschaftlichen Flächen, darunter auch Olivenhainen, ist noch nicht bezifferbar. Kroatiens Ministerpräsident Andrej Plenković sicherte finanzielle Unterstützung für die Schäden in Omiš und den umliegenden Ortschaften zu.

Wie kroatische Medien berichten, breitete sich das Feuer über eine Länge von etwa 23 Kilometern und eine Breite von 1,5 Kilometern aus. Der starke Wind trieb den Brand rasch voran. Rund 1.000 Hektar Vegetation und Kiefernwald wurden zerstört. Die Bilanz der verheerenden Waldbrände: ein Toter, 43 Verletzte und eine groß angelegte Evakuierung, bei der 2.500 Menschen in Notunterkünfte gebracht werden mussten.

„Schlimmste Waldbrände in der Geschichte Kroatiens“

Über 250 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Lage im Gebiet von Lokva Rogoznica und Omiš sei laut Medienberichten derzeit stabil. Noch laufen allerdings die Nachlöscharbeiten rund um Omiš, auf Pelješac wird das Brandgebiet weiter gesichert. Die Brandursache ist nach wie vor unklar. Die Polizei hat Berichten zufolge die Ermittlungen am Brandort aufgenommen.

Auch auf der Insel Dugi Otok brach am 14. August ein großes Feuer aus. 45 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen sollen vom Festland aus für Löscharbeiten auf die Insel entsandt worden sein. Slavko Tucaković, kroatischer Feuerwehrchef, sprach von „einem der schlimmsten Waldbrände in der Geschichte Kroatiens“, der viele Häuser, Cafés, Restaurants, Autos und an Land liegende Boote beschädigt habe. Der Feuerwehrchef bestätigte, dass alle Brandorte stabil seien.

Den kroatischen Einsatzkräften spielt derzeit der Wetterumschwung in die Hände: Denn fast im gesamten Land ist mit Abkühlung, Gewittern und Regenschauern zu rechnen. Urlauber müssen jedoch mit regionalen Einschränkungen und Straßensperren rechnen.

Lage auf den Straßen

Laut dem kroatischen Automobilclub HAK ist der Verkehr auf den Straßen, die zur Küste führen, verstärkt. Im Bereich von Raststätten und Tunneln sowie auf den Zufahrtsstraßen zu Mautstellen kann es derzeit zu Verzögerungen kommen.

Entlang der Adriaküste, auf den Zufahrtsstraßen zu Touristenzielen, in Istrien und auf der Insel Krk bilden sich Staus. Es ist mit Verzögerungen zu rechnen. Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens verlängern sich momentan auch die Wartezeiten an einigen Grenzübergängen.

Die Umgehungsstraße DC553 von Omiš ist laut HAK (Stand 14.30 Uhr) nach dem Brand für alle Fahrzeuge gesperrt. Die Landesstraße DC414, die wichtigste Verkehrsader auf der Halbinsel Pelješac, verläuft einspurig, ebenso die Lokalstraße Kuna Pelješka–Pijavičino.

Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen herrscht auch zwischen den Knotenpunkten Zagreb zapad und Lučko in Richtung Lipovac sowie zwischen den Knotenpunkten Zagreb istok und Zagreb zapad in Richtung Bregana.

Welche Ferienorte sind vom Waldbrand betroffen?

Der Brand breitete sich in einem Gebiet aus, das besonders bei Touristen beliebt ist. Omiš liegt im Süden des Landes an der Mündung der Cetina in die Adria, etwa 25 Kilometer von der Stadt Split entfernt. Der Küstenort ist vor allem wegen seiner Strände und zahlreichen Ausflugsangebote beliebt.

Weitere kleinere Ferienorte entlang der Küste waren ebenso vom Feuer betroffen: Lokva Rogoznica, Medići, Mimice, Stanići und Nemira. Diese Gebiete sind vor allem bei Badeurlaubern beliebt.

„Die Lage normalisiert sich allmählich, und die touristischen Aktivitäten verlaufen in weiten Teilen des Reiseziels weiterhin ungehindert“, schreibt die kroatische Zentrale für Tourismus.

Besteht eine Reisewarnung für Kroatien?

Derzeit besteht keine Reisewarnung für Kroatien. Auf der Website des Bundesministeriums wird lediglich darauf hingewiesen, dass mit Waldbränden zu rechnen ist, die Verkehrsbehinderungen und Evakuierungen mit sich bringen können. Das BMEIA rät deshalb, sich bei Waldbrandgefahr regelmäßig über EFFIS, das europäische Waldbrandinformationssystem, zu informieren. 

Waldbrand zwischen Kroatien und Bosnien-Herzegowina

Entlang der Plješevica, einem Gebirgszug des Dinarischen Gebirges an der Grenze zwischen Kroatien und Bosnien-Herzegowina, wütet derzeit ein Waldbrand in teilweise vermintem Gebiet. Die Minen stammen aus dem Krieg der 90er-Jahre und erschweren momentan die Löscharbeiten.

Das Gebirge befindet sich unmittelbar bei der bosnischen Stadt Bihać. Laut Medienberichten können sich die Einsatzkräfte den Brandlinien nicht direkt nähern, sondern müssen abwarten, bis sich das Feuer quasi in sicheres Gebiet ausbreitet, um eingreifen zu können. Derzeit bestehe keine Gefahr für die zivile Bevölkerung. Die Einsatzteams sind weiterhin vor Ort und beobachten die Lage.

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