Tödlicher Unfall auf Kreuzfahrtschiff: Mann von Aufzug eingeklemmt

Bei Wartungsarbeiten wurde ein Elektrotechniker aufgrund eines Gerätefehlers in einem Aufzugsschacht eingeklemmt und tödlich verletzt.
Seitenansicht eines Kreuzfahrtschiffes

Am 26. Oktober 2025 kam es auf dem Kreuzfahrtschiff "Arvia" auf der Reise von Southampton (England) nach Santa Cruz (Teneriffa) zu einem tragischen Unfall, bei dem ein Elektrotechniker ums Leben kam. Wie aus einem nun veröffentlichen Bericht hervorgeht, wurde das Besatzungsmitglied während Wartungsarbeiten von einem Aufzug im Schacht eingeklemmt und tödlich verletzt.

Nach abgeschlossenen Reparaturarbeiten begab sich der Elektrotechniker am Morgen des 26. Oktobers zusammen mit dem leitenden Elektroingenieur (Staff Electro-Technical Officer, kurz SETO) zu der Aufzugskabine des Kreuzfahrtschiffs, um deren Funktionsfähigkeit zu testen. 

Techniker wollte Dach des Aufzugs überprüfen

Wie aus dem Unfallbericht der britischen Behörde zur Untersuchung für Seeunfälle hervorgeht, befand sich der SETO auf Deck 11 im Inneren des Fahrstuhls, während der Elektrotechniker auf ein darüberliegendes Deck ging, um die Schachttüren zu öffnen sowie das Dach des Personenaufzugs zu inspizieren und die Technik zu überprüfen.

Lift setzte sich plötzlich in Bewegung

Gegen 5:52 Uhr verließ der SETO die Kabine, um sich auf den Weg zu seinem Elektrotechniker-Kollegen zu machen. Daraufhin schlossen sich sowohl Aufzugtüren als auch die Schachttüren auf Deck 11 automatisch. Kurz darauf setzte sich der Lift unerwartet in Bewegung und klemmte den Elektrotechniker zwischen der Kabine und der Seitenwand des Aufzugsschachts ein.

In Aufzugsschacht eingeklemmt und tödlich verletzt

Umgehend wurde ein medizinischer Notfall ausgerufen, doch die Verletzungen des Elektrotechnikers waren zu schwer. Um 6:07 Uhr konnte der Schiffsarzt nur noch seinen den Tod feststellen. Anschließend wurde das Schiff nach A Coruña (Spanien) umgeleitet, um den Leichnam an Land zu bringen. 

Warum fuhr der Aufzug plötzlich los?

Die genaue Todesursache ist bislang noch nicht abschließend geklärt. Laut dem Unfallbericht war der Aufzug zum Zeitpunkt des Unglücks nicht elektrisch abgeschaltet, und der Freigabemechanismus für die Schachttüren wies einen Defekt auf. Als die Kabine und die Schachttüren automatisch schlossen, wurden vermutlich sämtliche Sicherheitsverriegelungen, die einen Betrieb des Aufzugs verhindern sollten, wieder aktiviert. 

Ein gedrücktes Aufzugrufsignal auf einem der oberen Decks soll daraufhin den Lift in Bewegung gesetzt haben.

Zum Unfallzeitpunkt befanden sich 5.299 Passagiere und 1.681 Besatzungsmitglieder an Bord des Kreuzfahrtschiffes. Die Untersuchung des Vorfalls läuft weiterhin.

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