Wohnung versperrt: Mädchen (4) lebt tagelang neben Leiche seiner Mutter (40)
In einer Wohnung in Montagnac in Frankreich entdeckten Einsatzkräfte ein vierjähriges Mädchen, das tagelang neben seiner toten Mutter überlebte. (Symbolbild)
In der französischen Gemeinde Montagnac im Süden des Landes wurde ein vierjähriges Mädchen von Einsatzkräften in der Wohnung neben seiner toten Mutter entdeckt. Das Kind befand sich bereits in einem kritischen Zustand.
Die 40-jährige alleinerziehende Mutter soll Berichten zufolge an einem epileptischen Anfall verstorben sein.
Mädchen erschien nicht mehr im Kindergarten
Wie die Tageszeitung Le Parisien berichtet, ereignete sich der Vorfall bereits am 4. Juni. Polizeibeamte wurden gegen 10:20 Uhr von der Leiterin des örtlichen Kindergartens informiert, dass das vierjährige Mädchen seit Beginn der Woche nicht erschienen sei und sie die Mutter trotz mehrfacher Kontaktversuche telefonisch nicht erreichen konnte. Auch über die Schwester der 40-Jährigen ließ sich kein Kontakt herstellen.
Kind (4) lag tagelang neben toter Mutter
Als die Beamten an der Wohnung eintrafen, öffnete auch nach mehrmaligem Klingeln und Klopfen niemand die Tür. Daraufhin verschafften sich Feuerwehrleute über ein aufgebrochenes Fenster Zugang ins Innere. Dort fanden sie die leblose Mutter vor. Neben ihr lag das dehydrierte, unterernährte Kind, das unter Schock stand.
Wohnung versperrt: Mädchen konnte keine Hilfe holen
Ein Polizeisprecher sprach gegenüber Le Parisien von einem "entsetzlichen Anblick". Zwar seien sie den Umgang mit Leichen gewohnt, "aber das hier... sobald die Tür geöffnet wurde, bemerkten wir: Es herrschte ein übler Gestank." Die Vierjährige habe offenbar mehrere Tage neben ihrer toten Mutter gelegen.
Berichten zufolge war die Wohnung von innen versperrt, der Schlüssel steckte im Schloss und offenbar gelang es dem Mädchen nicht, die Tür zu öffnen und Hilfe zu holen. Aufgrund ihres Alters war es vermutlich nicht in der Lage, den Schlüssel zu erreichen.
Mutter vermutlich nach epileptischem Anfall verstorben
Nachbarn gaben an, nichts Ungewöhnliches gehört zu haben und auch keine Anzeichen eines Einbruchs oder Ähnliches wahrgenommen zu haben. Die 40-Jährige und ihre Tochter hatten zurückgezogen gelebt.
Das Kind wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht und medizinisch versorgt. Der stellvertretende Bürgermeister Philippe Audoui sagte gegenüber Le Parisien: "Das Kind hätte keinen weiteren Tag überlebt." Inzwischen sei ihr Zustand stabil und ein Familienmitglied kümmere sich laut The Mirror um sie.
Die genaue Todesursache soll durch eine Obduktion geklärt werden. Bis dahin gehen die Ermittler davon aus, dass die 40-Jährige nach einem epileptischen Anfall erstickt ist.
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