Regionen in Italien stoppen wegen Hitze Arbeiten in der Mittagszeit
Zusammenfassung
- Das afrikanische Hoch „Caronte“ sorgt in Italien bis Sonntag für Temperaturen von bis zu 40 Grad und tropische Nächte.
- Mehrere Regionen haben für körperlich anstrengende Arbeiten im Freien zwischen 12.30 und 16.00 Uhr ein Arbeitsverbot verhängt.
- Das Gesundheitsministerium in Rom hat in 16 von 27 Städten die höchste Warnstufe ausgerufen und berät über weitere Schutzmaßnahmen.
Das afrikanische Hochdruckgebiet „Caronte“ sorgt in Italien weiter für eine starke Hitzewelle. Bis Sonntag werden in mehreren Landesteilen Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius erwartet. Neben den hohen Tageswerten rechnen Meteorologen zudem mit sogenannten tropischen Nächten, in denen die Temperaturen kaum zurückgehen. Das verstärkt die Belastung der Bevölkerung, da sich Städte und Gebäude nur unzureichend abkühlen können.
Die aktuelle Hitzelage steht im Zusammenhang mit einer stabilen Wetterkonstellation, die heiße Luftmassen aus Nordafrika über das Mittelmeer nach Italien führt. Angesichts der Entwicklung haben mehrere Regionen Schutzmaßnahmen für Beschäftigte im Freien erlassen. In zahlreichen Gebieten gilt ein Arbeitsverbot für körperlich anstrengende Tätigkeiten zwischen 12.30 und 16.00 Uhr. Grundlage sind regionale Verordnungen, die im Zuge der anhaltenden Hitze verabschiedet wurden.
Gesundheitsministerium in Italien in erhöhter Alarmbereitschaft
Das Gesundheitsministerium in Rom befindet sich eigenen Angaben zufolge in erhöhter Alarmbereitschaft. In 16 von 27 überwachten Städten wurde die höchste Warnstufe ausgerufen, darunter Rom, Mailand, Florenz, Turin, Bologna, Verona und Venedig.
Für Donnerstag wurde eine Koordinierungssitzung im Gesundheitsministerium einberufen. Dabei sollen aktuelle Daten ausgewertet und mögliche zusätzliche Maßnahmen geprüft werden. Ziel ist es, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen und die Umsetzung von Schutzmaßnahmen auf regionaler Ebene abzustimmen.
Bereits seit Montag ist eine Hotline des Gesundheitsministeriums aktiv. Sie dient als zentrale Anlaufstelle für Informationen zur Vorbeugung hitzebedingter Gesundheitsprobleme, zur Orientierung im Gesundheitssystem sowie zur Beratung von Beschäftigten im Freien.
Teil des nationalen Hitzepräventionsplans ist zudem ein System zur täglichen Überwachung von Sterblichkeit und der Lage in den Notaufnahmen des Landes. Dadurch sollen hitzebedingte Belastungen im Gesundheitssystem frühzeitig erkannt und gezielt bewältigt werden.
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