Unfassbare Hitze: Bis zu 39 Grad in beliebtem Urlaubsland
Eine stabile Hochdrucklage sorgt in Italien derzeit für außergewöhnlich hohe Temperaturen mit Spitzenwerten von bis zu 39 Grad Celsius. Die Temperaturen liegen landesweit deutlich über dem saisonalen Durchschnitt, in einzelnen Regionen um rund acht bis neun Grad über den üblichen Werten. Betroffen sind sowohl die Tageshöchst- als auch die nächtlichen Tiefstwerte, wie Meteorologen am Freitag berichteten.
Besonders belastend ist die anhaltende Hitze in den Ballungsräumen sowie in der Ebene des Flusses Po. Auch an den Küsten wird vor hoher Luftfeuchtigkeit und schwüler Witterung gewarnt. In der Nacht sinken die Temperaturen vielerorts nicht unter 25 Grad. Im Norden Italiens können zudem örtliche Gewitter auftreten, vor allem in den Alpen- und Voralpenregionen. Diese entladen sich laut Meteorologen aufgrund der starken Hitzewelle, führen jedoch nur zu einer leichten Abkühlung.
Hochdrucklage soll stabil bleiben
Auch in den kommenden Tagen soll die Hochdrucklage stabil bleiben. Erwartet werden weiterhin sehr hohe Temperaturen und eine anhaltende Hitzebelastung für die Bevölkerung. Behörden empfehlen, insbesondere in den Mittagsstunden Vorsichtsmaßnahmen zu beachten und körperliche Anstrengungen zu reduzieren.
In Rom suchten Touristen und Einwohner Abkühlung an den zahlreichen öffentlichen Trinkwasserbrunnen der Stadt. Die kleinen gusseisernen Brunnen, wegen ihrer gebogenen Form "Nasoni" (Große Nasen) genannt, gehören seit Jahrzehnten zum Stadtbild der italienischen Hauptstadt. Viele Menschen füllen dort Wasserflaschen auf, kühlen Gesicht und Arme oder lassen ihre Hunde trinken. Restaurants, Bars und Straßencafés versuchen der Hitze mit Ventilatoren und feinem Wassernebel entgegenzuwirken. Vor beliebten Sehenswürdigkeiten wie dem Kolosseum oder dem Trevi-Brunnen suchen Besucher Schatten unter Bäumen oder Sonnenschirmen.
An Italiens Küsten hat der Temperaturanstieg zu einem starken Besucherandrang geführt. So verzeichnen viele Badeorte steigende Gästezahlen. Besonders gefragt sind die Strände an der Adria sowie in Ligurien, der Toskana und Apulien. Die Tourismusbranche rechnet nach Angaben von Verbänden mit einem Rekordsommer. Hotels und Strandbäder melden bereits hohe Buchungszahlen.
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