Die Skipperin (zweite von links), die Australier und Greta

© @GRETATHUNBERG / via REUTERS/UGC UGC

Chronik Welt
11/13/2019

Greta segelt mit Youtubern auf einem Katamaran zurück nach Europa

Die Klimaaktivistin hat eine Mitfahrgelegenheit gefunden. Australische Segler nehmen sie mit auf die Reise.

Weniger als drei Wochen vor dem Beginn der nach Madrid verlegten Weltklimakonferenz hat Klimaaktivistin Greta Thunberg eine Rückreisemöglichkeit über den Atlantik gefunden. Sie werde auf dem knapp 15 Meter langen Katamaran „La Vagabonde“ vom US-Staat Virginia aus zurück nach Europa segeln, teilte die 16-jährige Schwedin  auf Twitter mit.

Profi-Skipperin ist dabei

Das australische Youtuber-Paar Riley Whitelum und Elayna Carausu sowie die englische Profi-Skipperin Nikki Henderson sollen sie demnach zurück über den Ozean bringen. Läuft alles nach Plan, geht der erneute Transatlantik-Törn bereits am Mittwoch los.

„Wir segeln morgen früh nach Europa!“, schrieb Thunberg.

Grund für ihre erneute Segelreise ist die Verlegung der UN-Klimakonferenz von Chile nach Spanien. Eigentlich sollte die Konferenz in Santiago de Chile tagen - sie war einer der Hauptgründe dafür gewesen, weshalb Thunberg im August überhaupt per Hochsee-Segeljacht über den Atlantik in die USA gereist war. Chile sagte die Konferenz aber wegen der heftigen sozialen Proteste im Land ab, Spanien sprang daraufhin als Gastgeber ein. Das Spitzentreffen soll nun vom 2. Dezember an in Madrid abgehalten werden.

Thunberg hatte in den vergangenen beiden Wochen ihre Möglichkeiten ausgelotet, um noch rechtzeitig nach Madrid zu gelangen. Den Flieger schloss sie aufgrund der hohen CO2-Emissionen von Flugreisen generell aus. Damit blieb im Grunde nur die möglichst zeitnahe Überfahrt per Schiff von der US-Ostküste aus.

Pünktlich oder nicht

Nun freut sich Thunberg nach eigenen Angaben darauf, wieder zurück auf den Ozean zu kommen. „Das ist eine tolle Gelegenheit und ich bin extrem dankbar für das Privileg, solche Dinge zu erleben“, erklärte sie. Die Weltklimakonferenz sei sehr wichtig und sie werde ihr Bestes tun, um rechtzeitig in Madrid einzutreffen. Ob sie es pünktlich schaffe oder nicht, spiele aber keine große Rolle: „Es sind unzählige andere Aktivisten da, die dort sprechen werden und dieselbe Botschaft wie ich überbringen. Und es ist nicht so, dass meine Stimme unersetzbar ist.“