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Wollte Sohn zum Schulbus bringen: Frau (36) von Elefant getötet

Eine 36-jährige Frau aus Indien wollte ihren Sohn zum Schulbus bringen. Dabei kam es jedoch zu einem tödlichen Angriff von einem wilden Elefanten.
Elefantenbaby und Mutter in einem Feld mit hohem Gras.

Der Vorfall ereignete sich am 8. Juni in Suryanelli nahe Chinnakkanal, als eine alleinerziehende Mutter mit ihrem elfjährigen Kind gegen 8:30 Uhr unterwegs war. Doch auf dem Weg zum Schulbus ihres Sohnes standen die beiden einer Elefantenmutter und ihrem Jungen gegenüber. Kurz darauf wurden die 36-Jährige und das Kind von dem Tier angegriffen.

Proteste wegen Bedrohung durch Elefanten

Wie The New Indian Express berichtet, wurde der Schüler schwer verletzt und zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Für die Mutter, Mari, kam nach der Attacke jede Hilfe zu spät. Laut Forstbeamten wurden am Morgen bereits Warnmeldungen über die Elefanten in der Umgebung herausgegeben. Doch aufgrund der Tatsache, dass es an diesem Tag stark geregnet hatte und es sehr nebelig war, konnten weder Mari noch ihr Sohn die Tiere rechtzeitig erkennen. Der Tod der Inderin sorgte für zahlreiche Proteste. 

„Meine Schwester wurde heute Morgen angegriffen. Sie hat keinen Ehemann und zog zwei Kinder allein groß. Wer wird sich jetzt um diese Kinder kümmern?“ sagte Maris Bruder gegenüber dem Medium.

 Einige Anwohner und Anwohnerinnen äußerten auch ihren Frust über die anhaltende Bedrohung durch Elefanten in der Gegend. „Wenn ein Elefant gestorben wäre, wären Beamte von überall her hierher geeilt. Wir brauchen konkrete Entscheidungen, um die Menschen zu schützen“, sagte ein Bewohner während des Protests.

Familie soll Schmerzensgeld bekommen

Die Forstbehörde kündigte an, dass der Familie von Mari sofort eine Entschädigung in Höhe von 4.529 Euro übergeben werde. Weitere 4.500 Euro sollen innerhalb von zwei Tagen nach Erhalt des Obduktionsberichts ausgezahlt werden. Die Bewohner und Bewohnerinnen in Chinnakkanal und Suryanelli appellierten dennoch an die Behörden, dass die Bedrohung durch die Tiere immer mehr eskalieren würde. Der Gang zur Schule oder zur Arbeit würde sich immer gefährlicher gestalten.

Eingeschränkter Lebensraum der Elefanten

Schätzungen der Forstbehörde zufolge sind seit den 1990er Jahren etwa 50 Menschen bei Angriffen durch Elefanten ums Leben gekommen. Die Attacken sollen vor allem mit dem schrumpfenden Lebensraum der Elefanten, gestörten Wanderkorridoren und zunehmender menschlicher Aktivität in traditionellen Elefantennutzungsgebieten zusammenhängen. 

Obwohl das Chinnakkanal-Reservat etwa 395 Hektar umfasst, dienen nur etwa 195 Hektar als effektiver Lebensraum für eine Herde von etwa 18 Elefanten. Forstbeamte und -beamtinnen haben zudem auf Hindernisse entlang traditioneller Elefanten-Wanderwege als Faktor hingewiesen, der zu Konflikten in der Region beiträgt.

Regierung möchte Bevölkerung mehr schützen

Der Forstminister von Kerala, Shibu Baby John, verkündete, dass die Landesregierung entschlossen sei, das Leben und Eigentum der Menschen in den Grenzgebieten der Wälder zu schützen. John betonte, dass die Regierung alles tun werde, um die Sorgen über die zunehmenden Angriffe von Wildtieren zu behandeln. Der Schutz der Menschen, die entlang der Waldränder leben, sei eine der obersten Prioritäten der Regierung.

Konflikte zwischen Mensch und Wildtier waren eines der zentralen Themen während der Wahlkampagne zur Parlamentswahl. Die Partei United Democratic Front (UDF) hatte versprochen, das Problem anzugehen, falls sie an die Macht gewählt werde. John stellte zudem kürzlich einen 100-Tage-Aktionsplan vor, der darauf abzielt, Konflikte zwischen Mensch und Wildtier im Bundesstaat zu reduzieren.

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