Festnahme: Italienische Bande stahl Luxusuhren in Wien

Hand in schwarzem Handschuh hält Handschellen
Die gewaltsamen Überfälle der Bande ereigneten sich meist in Spanien, aber auch in Wien sollen die Kriminiellen aktiv gewesen sein.

35 Personen sind im Rahmen einer von Europol koordinierten Operation gegen Luxusuhrenräuber neapolitanischer Herkunft, die in Touristenorten europäischer Großstädte aktiv sind, festgenommen worden. Die Verdächtigen werden unter anderem beschuldigt, Luxusuhren in Wien gestohlen zu haben. Zu den Festnahmen trugen auch Ermittlungen des Bundeskriminalamts und des Landeskriminalamts Wien bei.

Die meisten Straftaten wurden in den wichtigsten Touristenorten Spaniens begangen, aber auch in anderen Großstädten in Frankreich, Österreich, Deutschland, Spanien und der Schweiz, teilte die Polizei in Neapel in einer Presseaussendung am Donnerstag mit.

Überfälle liefen immer nach dem selben Muster ab

Die in Italien und im Ausland aktiven Banden bestanden aus durchschnittlich drei bis fünf Personen mit klaren Aufgaben: Eine Person beobachtete das Opfer, das eine wertvolle Uhr trug, in Luxusrestaurants oder erstklassigen Hotels. Dann wurde es von einem Komplizen verfolgt, der den richtigen Moment für den Überfall abwartete. Dann griffen ein oder zwei Mitglieder der Gruppe das Opfer gewaltsam an, entrissen ihm die Uhr vom Handgelenk, wobei sie ihm oft Verletzungen zufügten. Die Bandenmitglieder flüchteten anschließend auf Motorrädern.

Der starke Anstieg der Preise für Luxusuhren in den vergangenen Jahren hat die Täter dazu ermutigt, immer mehr Raubüberfälle zu begehen. Einige seltene Uhren haben einen Marktpreis, der weit über dem Listenpreis liegt, berichteten die Ermittler in Neapel.

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