© REUTERS/DANISH SIDDIQUI

Chronik Welt
11/04/2019

Extremer Smog: In Neu Delhi darf nur jedes zweite Auto fahren

Die Luftverschmutzung in Indiens Hauptstadt übersteigt Grenzwerte um das Zehnfache. Auch das Taj Mahal in Agra ist betroffen.

In Indiens Hauptstadt Neu Delhi hat dichter Smog das öffentliche Leben teilweise zum Stillstand gebracht: Schulen blieben am Montag geschlossen, Baustellen wurden stillgelegt und Fahrverbote für Autos verhängt. Bis 15. November dürfen entweder nur PKW mit einer geraden bzw. ungeraden Zahl auf der Nummerntafel fahren.

Über die 20-Millionen-Stadt Neu Delhi legt sich jeden Winter eine Smogglocke, verursacht durch Fahrzeug- und Industrieabgase, vor allem aber durch Bauern, die in der Umgebung der Hauptstadt abgeerntete Felder abbrennen. Zuletzt erreichte die Anzahl gefährlicher Partikel in der Luft das Zehnfache des Wertes, der noch als sicher gilt.

"Überall ist Rauch, und die Menschen - Junge, Kinder und Alte - können kaum atmen", sagte der Regierungschef der Hauptstadtregion, in der rund 26 Millionen Menschen leben, in einem Twitter-Video.

Die Luftverschmutzung sei so schlimm, dass viele Menschen über brennende Augen klagten.

Luftreiniger für Taj Mahal

Auch andere Teile des Landes sind von dem dichten Smog betroffen. Zum Schutz des berühmten Mausoleums Taj Mahal brachten die Behörden einen Luftreiniger zu Indiens wichtigstem touristischen Wahrzeichen, das rund 250 Kilometer südlich der Hauptstadt steht.

Wie die Nachrichtenagentur PTI berichtete, befürchten die Behörden, dass die teilweise giftige Luft die Marmorkonstruktion aus dem 17. Jahrhundert schädigen könnte.

Umweltschützer forderten Indiens Ministerpräsident Narendra Modi auf, "Führung zu übernehmen" und das Problem endlich anzugehen. 14 Städte in Indien gehören nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den 15 am stärksten verschmutzten Städten weltweit. Experten zufolge verursacht der Feinstaub in Indiens Städten mehr als eine Million vorzeitige Todesfälle pro Jahr.

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