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Chronik Welt
08/31/2021

EU erreichte wichtiges Ziel bei Corona-Impfkampagne

70 Prozent der Erwachsenen sind vollständig geimpft.

Die Europäische Union hat im Kampf gegen das Coronavirus ein wichtiges Ziel erreicht. Nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sind mittlerweile 70 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft. "Das sind mehr als 250 Millionen Menschen, die immunisiert sind", erklärte die Chefin der Exekutive der EU am Dienstag. Sie sprach von einer "großen Leistung" und einem "Meilenstein".

Disclaimer: Die in der unten angefügten Grafik verwendeten Zahlen unterscheiden sich von dem gemeldeten Impfziel, da die EU für alle Mitgliedsstaaten erst die Impfungen ab 18 Jahren einrechnet. Grund dafür ist, dass noch nicht in allen EU-Ländern die Impfung ab 12 Jahren erlaubt ist. Die Daten in der Grafik beziehen sich auf die Impfquote der Gesamtbevölkerung.

Das Ziel, bis Ende des Sommers 70 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union durch eine Impfung vor Covid-19 zu schützen, hatte die EU-Kommission im Jänner ausgegeben. Experten waren damals davon ausgegangen, dass rund zwei Drittel der Bevölkerung einen Impfschutz erhalten müssen, um die Corona-Pandemie in einem Land zu stoppen.

Diese Hoffnung hat sich zwar wegen der deutlich ansteckenderen Delta-Variante zerschlagen, der Druck auf die Gesundheitssysteme und die Gesellschaft konnte durch die Impfkampagne allerdings enorm reduziert werden. So hat die Immunisierung die Zahl der schweren Krankheitsverläufe und Todesfälle stark gesenkt. Zugleich konnten viele Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder aufgehoben werden.

Erfolgreiche Aufholjagd

Die EU hat damit eine erfolgreiche Aufholjagd hingelegt. So waren zum Beispiel die USA anfangs deutlich schneller darin gewesen, der Bevölkerung Impfangebote zu machen. Dies lag vor allem daran, dass in der EU anfangs nur sehr wenig Impfstoff zur Verfügung stand. Heute liegen die Vereinigten Staaten bei der Immunisierungsquote hinter der EU.

Ein neues, noch höheres Impfziel hat sich die EU bisher nicht gesetzt. Die Kommission ermunterte am Dienstag aber noch einmal alle Impfskeptiker, sich immunisieren zu lassen. "Wir können hier nicht aufhören. Neue Varianten machen es erforderlich, über 70 Prozent hinauszugehen, um sicher zu sein", sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Es gehe nun darum, einen Schritt voraus zu sein.

Manche Länder deutlich unter 50 Prozent

Sie verwies dabei auch darauf, dass die 70 Prozent nur ein Durchschnittswert sind und EU-Länder wie Rumänien und Bulgarien zuletzt noch Impfquoten von deutlich unter 50 Prozent hatten. "Wir müssen bei den Impfraten dringend die besorgniserregende Lücke zwischen unseren Mitgliedstaaten schließen", sagte sie.

Dafür gelte es, das Bewusstsein weiter zu schärfen und Falschinformationen zu bekämpfen. So gibt es zum Beispiel in Bulgarien massive Desinformation in den sozialen Netzwerken und weit verbreitete Vorurteile. Viele Menschen sind Impfgegner, auch Politiker wichtiger Parteien.

Von der Leyen forderte zudem dazu auf, stärkere Unterstützung für vergleichsweise arme Länder außerhalb der EU zu leisten. "Es muss noch mehr getan werden", sagte sie. "Die Pandemie ist noch nicht überwunden."

Österreich unter den Schnitt gerutscht

Während man in Österreich vor zwei Wochen noch über dem EU-Durchschnitt lag, ist die Zahl der Erststiche in den vergangenen Tagen deutlich gesunken. So ist Österreich auch unter den EU-Schnitt gerutscht.

In den einzelnen Bundesländern versucht man nun mit diversen Aktionen die Impfquote zu erhöhen.

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