Doppelt so schnell wie Delta: Alarmierende Omikron-Studie aus Südafrika

Doppelt so schnell wie Delta: Alarmierende Omikron-Studie aus Südafrika
Erste Berechnungen von Wissenschaftlern in Südafrika zeigen rasante Ausbreitung - Hauptgrund aber noch unklar

Bewahrheiten sich die Befürchtungen. Erste Beobachtungen von Wissenschaftlern aus Südafrika scheinen die rasante Geschwindigkeit der Infektion durch die Omikron-Variante des Coronavirus zu bestätigen. Omikron scheine sich doppelt so schnell auszubreiten wie die bisher ansteckendste Variante Delta, erklärte eine Gruppe von Wissenschaftlern in einer allerdings noch nicht offiziell begutachteten Studie. Ob die schnelle Ausbreitung vor allem an der hohen Infektiosität des Virus liege, oder aber an der mangelnden Schutzwirkung des menschlichen Immunsystems ließe sich vorerst noch nicht sagen. "Wir sind noch nicht sicher, was für eine Kombination an Faktoren wirksam ist", erklärt Carl Pearson, Statistiker und Modellrechner an der London School of Tropical Medicine gegenüber der New York Times, "es könnte auch sein, dass es weniger ansteckend ist als Delta."

Immunsystem unterlaufen

Zuvor hatten mehrere Wissenschaftler berichtet, dass Omikron offensichtlich das menschliche Immunsystem unterläuft. Zahlreiche Infektionen bei Geimpften, aber auch bei bereits Genesenen deuteten darauf hin. In welchem Ausmaß aber die bisherigen Impfungen gegen Omikron wirken, lässt sich bisher noch nicht beziffern.

Besorgnis, keine Panik

Angesichts der neuen Omikron-Varianten sei „Besorgnis sehr berechtigt, Panik zu diesem Zeitpunkt nicht“. Das sagte der gebürtige Steirer Gerald Rockenschaub, der zum neuen WHO-Krisenmanager für Europa ernannt worden ist, am Samstag im Ö1-„Morgenjournal“. Man müsse jetzt die Wissenschaft in Ruhe arbeiten lassen. „Ich glaube, man muss nur abwarten bis wir endgültige Evidenz haben, um das wirklich abschließend beurteilen zu können“, so Rockenschaub.

Doppelt so schnell wie Delta: Alarmierende Omikron-Studie aus Südafrika


Dass die Variante relativ rasch identifiziert wurde, sei ein gutes Zeichen, dass die Überwachungssysteme sehr gut funktionieren. Auch weil relativ rasch international breit informiert wurde und die Länder sich dadurch besser vorbereiten können, betonte der künftige Krisenmanager der Weltgesundheitsorganisation.

Kontrollen statt Reisebeschränkungen


Blanko-Reisebeschränkungen hält Rockenschaub „wahrscheinlich nicht“ für das beste Mittel gegen Omikron. Als probate Schutzmittel führte der Steirer u.a. Screenen vor Ab- und bei Einreise und „natürlich“ die Impfung sowie die üblichen Maßnahmen wie Masken tragen und Hände-Hygiene an.
 

 

 

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