Grauenhafte Jagdszenen

© APA/AFP/ANDRIJA ILIC

Chronik Welt
09/23/2021

Das blutige Walschlachten auf den Färöer-Inseln

Wal- und Delfinschlachten – eine aus der Zeit gefallene Tradition der Wikinger schockt Tier- und Meeresschützer.

Nur zehn Tage nach dem brutalen Massaker an 1428 Weißseitendelfinen sind jetzt weitere 52 Grindwale getötet worden, berichtet die Bild-Zeitung.

"Wir fordern dringende Maßnahmen der EU, Dänemarks und des Vereinigten Königreichs, um zu verhindern, dass die Färöer-Inseln Europas geschützte Delfin- und Kleinwalpopulationen verwüsten. Diese abscheuliche Grausamkeit und das unhaltbare Gemetzel müssen jetzt aufhören“, sagt John Hourston von der „Blue Planet Society“ gegenüber Bild.

Dänemark in der Verantwortung

Meeresschutzorganisationen sind empört. Sie sagte Nicolas Entrup, Co-Direktor für Internationale Zusammenarbeit bei OceanCare: „Grauenhaft! Dänemark muss in die Verantwortung genommen werden. Es kann nicht sein, dass innerhalb der EU streng geschützte Arten und die Anstrengungen diese eben zu bewahren, dermaßen untergraben werden.“

Grenze überschritten

Der Walfang geht auf den Färöer-Inseln bis zu den Wikingerzeiten zurück. Die Tiere werden von Schiffen und Booten in eine Bucht getrieben, dort geschlachtet und das Fleisch im Anschluss an die Teilnehmer verteilt. Hauptsächlich werden Grindwale erlegt, aber manchmal auch Delfine. Laut färöischen Zählungen wurden 2020 insgesamt 576 Grindwale sowie 35 Weißseitendelfine getötet. Die Zahl von über 1.400 Delfinen ist also außergewöhnlich hoch. Viele Einwohner der Färöer fürchten um den Ruf ihrer Insel, denn "hier wurde eine Grenze überschritten und eine neue Dimension der Jagd erreicht, kritisiert die Meeresschutzorganisation OceanCare.

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