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Mutter verletzt Baby schwer – danach kauft sie Lottoschein

Eine Britin soll ihre zweijährige Tochter schwer misshandelt haben, danach kaufte sie einen Lottoschein. Das Kind starb später an den Folgen der Verletzungen.
Das Blaulicht eines Einsatzfahrzeugs leuchtet hell.

Die 32-jährige Britin Sarah N. wurde am 21. Mai wegen des Mordes an ihrer Tochter Eliza (2) nach einem elftägigen Prozess schuldig befunden, wie aus einem Polizeibericht hervorgeht. Sie hatte ihr Kind im Alter von sieben Wochen schwer verletzt und sich anschließend eine Badewanne eingelassen sowie einen Lottoschein gekauft. Erst später brachte sie ihr Baby in ein Krankenhaus. 

Das Mädchen starb im Alter von zwei Jahren infolge der lebensverändernden Kopfverletzung, die es dauerhaft gesundheitlich beeinträchtigte und anfällig für Infektionen machte. 

Kind wurde im Alter von 7 Wochen von Mutter misshandelt

Im November 2019 misshandelte Sarah N. ihre Tochter in ihrem Haus im Stadtteil Brookside der englischen Stadt Telford. Wie der Daily Mirror berichtet, führten heftiges Schütteln in Verbindung mit einem Aufprall zu einem komplizierten Schädelbruch, der eine schwere und dauerhafte Behinderung zur Folge hatte. 

Aus dem offiziellen Bericht der West Mercia Polizei geht hervor, dass das Kind durch die bleibenden Schäden besonders anfällig für schwere Komplikationen durch Infektionen wurde.

Baby zitterte nach körperlichem Angriff

Kurz nach der Gewalttat soll die 32-Jährige zunächst noch gebadet haben. Ein Zeuge, der am Tag des Vorfalls per Videocall mit Sarah N. sprach, bemerkte, dass die kleine Eliza zitterte, und riet ihr, sofort ins Krankenhaus zu fahren. Doch diese wies den Hinweis zurück und erklärte, sie müsse zuvor noch baden.

Wollte keine Rettung rufen: Angeklagte wartete auf Taxi

Anschließend bestellte sie um 8:13 Uhr ein Taxi. Dort teilte man ihr mit, dass vor 8:50 Uhr keine Fahrt verfügbar sei und sie sich um eine alternative Fahrt ins Spital kümmern müsse. Sarah N. wartete jedoch ab und verließ gegen 8:40 Uhr gemeinsam mit ihrem Baby das Haus, wie Aufnahmen einer Türkamera zeigen sollen. 

Laut Gerichtsprotokollen soll sie vor der Taxifahrt ins Krankenhaus noch einen örtlichen Super­markt aufgesucht und sich dort einen Lottoschein sowie Bargeld besorgt haben, berichtet der Daily Mirror

Im Alter von zwei Jahren: Kind verstarb an Atemwegsinfektion

Im Mai 2021 wurde die heute 32-Jährige wegen des Angriffs auf ihr Kind zu 14 Jahren verurteilt. Ihre Tochter kam bei einer Pflegefamilie unter. Am 11. August wurde Eliza mit einer schweren Atemwegsinfektion in ein Krankenhaus eingeliefert und verstarb dort vier Tage später. 

Der Staatsanwalt fasste zusammen: "Diese Beweislage lässt sich schwer mit der Annahme vereinbaren, dass der Angriff auf Eliza das Ergebnis einer akuten, durch die Geburt bedingten psychischen Störung war. Sie spricht eher für einen Mangel an Dringlichkeit, für Distanziertheit, für Selbstbezogenheit und dafür, dass sie das Wohl ihrer Tochter schlichtweg nicht in den Vordergrund stellte."

"Absolut tragischer Fall"

Aus den Beweisen ergebe sich zudem, dass Eliza ohne die zuvor erlittenen schweren Kopfverletzungen vermutlich nicht an der Infektion gestorben wäre, da diese ihren Zustand erheblich geschwächt hätten. 

Der leitende Ermittlungsbeamte Lee Holehouse bezeichnete den Fall als "absolut tragisch" und betonte, das Kind habe durch die Hand der Person, die es hätte schützen sollen, schwerste Verletzungen erlitten. Das Urteil würde die Schwere der Tat widerspiegeln. 

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