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Chronik Welt
11/17/2021

Ayatollahs wollen Haustiere wie Hund und Katze verbieten

Die Iraner sollen auf ihre geliebten Haustiere verzichten. Denn die Tiere sind nicht islamisch sondern „unrein“.

Der iranische Klerus und die Bevölkerung des Landes leben ganz offenbar in völlig verschiedenen Welten.


Ein Haustier zu halten oder mit einem Hund Gassi zu gehen soll im Iran verboten und strafbar werden. Medienberichten zufolge haben die Hardliner im iranischen Parlament am Mittwoch diesbezüglich einen neuen Gesetzentwurf vorbereitet. Demnach ist für Gassi gehen eine hohe Geldstrafe vorgesehen, Fahrzeuge, in denen Hunde transportiert werden, sollen gar für drei Monate beschlagnahmt werden. Außerdem dürfen Hausbesitzer demnächst ihre Wohnungen nicht mehr an Hunde- und Katzenbesitzer vermieten.


Im Islam werden manche Tiere als „unrein“ betrachtet. Daher ist das Halten von Haustieren insbesondere beim konservativen Klerus nicht gern gesehen. Gassi gehen löse nach deren Meinung zudem in der Bevölkerung Panik aus. Schon mehrmals versuchte die Polizei, Hundehaltung ganz zu verbieten, aber es klappte letztendlich nie. Nun soll das Verbot gesetzlich werden.

Viele halten sich nicht an die Gesetze

Beobachter glauben, dass sich viele Iraner nicht an das Verbot halten werden, so wie sie sich ja überhaupt immer weniger an die strengen Regeln halten. Im übrigen gibt es für die jungen Teheraner, die für ihre Kinder Hund und Katze anschaffen, bereits viele Geschäfte, die Heimtierbedarf anbieten. Auch Tierkliniken eröffnen nicht nur  in der Hauptstadt, sondern in allen größeren Städten.

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