Wahlen in Graz: Ex-FPÖ-Politikerin Susanne Winter auf Kandidatenliste
Die Kandidaten des KFG für die Gemeinderatswahlen
Die anstehenden Gemeinderatswahlen in Graz führen zu so manchen politischen Farbwechseln, die nicht unbedingt alltäglich sind. Bekannt ist bereits, dass Alexis Pascuttini, Ex-FPÖ-Gemeinderat und später Klubchef der blauen Abspaltung KFG, auf den zweiten Listenplatz der Neos gewählt wurde.
Am Mittwoch gab eben dieser KFG - das Kürzel steht für (Korruptions)Freier Gemeinderatsklub - seine eigene Kandidatenliste für den 28. Juni bekannt. Und auf der finden sich neben Stadträtin Claudia Schönbacher und Gemeinderat Michael Winter als Doppelspitze doch so einige Überraschungen.
Denn nach KFG-Büroleiterin Jasmin Hans auf dem dritten Listenplatz taucht ein in der Kommunalpolitik durchaus bekannter Name auf: Susanne Winter, Michael Winters Mutter, Ex-FPÖ-Stadtparteiobfrau und Ex-Stadträtin in Graz und Ex-FPÖ-Nationalratsabgeordnete, kandidiert auf Listenplatz 4.
Von der FPÖ ausgeschlossen
Sie wurde 2015 von der Bundes-FPÖ aus der Partei ausgeschlossen. Generalsekretär der Blauen war damals der nunmehrige Parteiobmann Herbert Kickl. Anlass für den Rauswurf war damals ein Lob Winters für ein antisemitisches Posting in sozialen Medien.
Der KFG entstand nach dem Spesenskandal der Grazer FPÖ, in dem die Staatsanwaltschaft seit mehr als vier Jahren ermittelt. Schönbacher war kurzzeitig FPÖ-Obfrau in Graz, wechselte aber dann in die neue Partei und nahm auch den Stadtratssitz mit.
"Linke Mehrheit brechen"
Ziel für die Gemeinderatswahlen am 28. Juni ist laut Michael Winter der "Einzug unserer Bürgerliste in Klubstärke, also mit mindestens drei Gemeinderäten". Freilich wolle man auch den Stadtratssitz halten, doch "übergeordnetes politisches Ziel ist es für uns wichtig, dass die linke Mehrheit in Graz gebrochen wird".
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