Termin fixiert: Graz wählt noch vor dem Sommer

Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) hat den 28. Juni 2026 als Wahltag festgelegt. Damit wird in Graz deutlich früher als vermutet gewählt.
Eine Frau mit braunen Haaren und blau gestreifter Bluse gestikuliert beim Sprechen.

Zusammenfassung

  • Die Grazer Gemeinderatswahl findet am 28. Juni 2026 statt, wie Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) bekanntgab.
  • Kahr begründet den frühen Wahltermin mit der besseren Vorbereitung der neuen Periode und des städtischen Budgets.
  • Die ÖVP kritisiert die aktuelle Koalition und fordert einen politischen Kurswechsel in Graz.

Die Spekulationen um dem Wahltermin in Graz sind beendet: Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) fixiert den Wahltag mit 28. Juni 2026.

Das gab sie am Freitag bekannt.

Zuletzt wurde am 26. September 2021 gewählt. Kahr zieht den Termin aber jetzt nach vorne, laut Stadtstatut ist das Festlegen des Wahltages Sache des Bürgermeisters.

Warum Kahr noch vor dem Sommer wählen lässt

Kahr begründete am Freitag, mit dem doch recht frühen Termin "können die Monate im Sommer genutzt werden, um die neue Periode gut vorzubereiten". Die Spanne für die Gemeinderatswahlen ist groß: Möglich wären - ausgehend von den Wahlen 2021 - Termine zwischen 10. Mai und 22. November 2026  gewesen.

"Es ist mir wichtig, dass diese Periode, die von konstruktiver Zusammenarbeit geprägt war, regulär zu Ende gehen kann und dass der Gemeinderat möglichst lückenlos seine Arbeit fortsetzen kann", ließ Kahr weiters wissen. "Das ist vor allem in Hinblick auf das auslaufende Doppelbudget wichtig, da somit bis Jahresende genug Zeit bleibt, um das städtische Budget für die mittelfristige Planung sorgfältig vorzubereiten."

Knapp hinter Jahrestag eines tragischen Ereignisses

Der Termin liegt allerdings knapp hinter dem Jahrestag eines für die Stadt traumatischen Ereignisses: Am 10. Juni 2025 wurden bei einem Amoklauf an einer Grazer Schule zehn Menschen erschossen.

Der Wahlkampf wird somit nun vollends starten. ÖVP-Stadtparteiobmann Kurt Hohensinner verpackte in seine Reaktion auf den nun festgelegten Wahltermin auch gleich Kritik an der Koaltion aus KPÖ, Grünen und SPÖ, die Graz seit Ende 2021 regiert.

Die ÖVP verlor 2021 den Bürgermeister

"Wenn man sich in der Stadt umschaut und mit den Menschen spricht, wird klar: Graz braucht einen Kurswechsel", betont Hohensinner. Vor der KPÖ stellte die ÖVP 18 Jahre lang den Stadtchef; Kahrs Amtsvorgänger Siegfried Nagl trat noch am Wahlabend 2021 wegen massiver Verluste der Schwarzen zurück.

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